Big Data: Jeder zweite SAP-Kunde bereits aktiv

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Posted 5. September 2016 by Redaktion IT-Onlinemagazin in Geschäftsführer

80 Prozent der SAP-Anwender glauben, dass Big Data hohe oder sehr hohe Wichtigkeit für die Zukunft des eigenen Unternehmens hat, rund die Hälfte (53 Prozent) der SAP-Anwenderunternehmen führen bereits Big Data Vorhaben durch oder haben sie konkret geplant.

Marktdaten werden als besonders interessant bewertet und die Unternehmensbereiche Vertrieb und Marketing dürften besonders von Big Data Auswertungen profitieren. Absatzprognosen und gezielte Daten- und Mustersuche liegen bei den möglichen Big Data Szenarien vorne.

Diese Ergebnisse lieferte eine Onlineumfrage des IT-Onlinemagazins im April 2016, an der 75 Mitglieder der SAP-Community teilnahmen.

 

Big Data-Potenzial noch nicht ausgeschöpft

„Die Umfrage zeigt, dass sich SAP-Anwenderunternehmen der Bedeutung von Big Data bewusst sind. Überraschend ist, dass die Open-Source-Plattform Hadoop nur von 11 Prozent der Befragten eingesetzt wird. Hier sehen wir ein großes Potenzial für SAP-Anwender“, bewertet Gregor Stöckler, Geschäftsführer von Datavard, die Umfrageergebnisse. Datavard war Sponsor dieser SAP-Community Umfrage.

Die Ergebnisse, Auswirkungen und Empfehlungen für IT-Entscheider werden in einem „Expert-Talk“ mit Big Data Experten diskutiert, den Sie am 28. September ab 11 Uhr live im Internet verfolgen können: zur Anmeldemöglichkeit

Folgende Ergebnisse lieferte die Big Data Umfrage im Detail:

 

Big Data: Große Wichtigkeit für die Zukunft

Big Data SAP Hadoop Infografik80 Prozent der Unternehmen glauben, dass Big Data Aktivitäten für die Zukunft des eigenen Unternehmens sehr wichtig (35 Prozent) oder wichtig (45 Prozent) sind. Nicht so wichtig ist das Thema für 12 Prozent, unwichtig für 3 Prozent, 5 Prozent der Befragten sind sich unsicher.

Diese Ergebnisse decken sich mit den Ergebnissen einer ähnlichen Umfrage der DSAG, bei der 80 Prozent der Unternehmen die Bedeutung der „digitalen Transformation“ als hoch oder sehr hoch einschätzten. Unternehmen sollten sich demnach mit dieser Thematik beschäftigen.

 

Mehr als die Hälfte mit eigenen Big Data Vorhaben

Bei 15 Prozent der Teilnehmer laufen die Big Data Projekte schon länger als ein Jahr, bei 21 Prozent wurden sie innerhalb der letzten 12 Monate gestartet, bei 5 Prozent starten sie in den nächsten 6 Monaten, bei 12 Prozent der Befragten starten die Vorhaben in den nächsten 6 bis 18 Monaten. Bei rund 47 Prozent der Befragten ist derzeit in dieser Hinsicht nichts geplant.

 

Was verstehen SAP-Anwender unter Big Data?

63 Prozent der Umfrageteilnehmer verstehen unter Big Data unterschiedlichste Datenquellen (Sensoren, Video, Bilder, Dokumente …), 59 Prozent Datenmengen mit Petabyte Bereich oder größer, 53 Prozent verstehen darunter Sensoren, die jede Menge Daten liefern, 47 Prozent eine hohe Geschwindigkeit bei der Datenerzeugung, 45 Prozent Industrie 4.0 Aktivitäten, 41 Prozent das Internet der Dinge (IoT) und 32 Prozent verstehen unter Big Data, Daten aus Social Media Quellen zu nutzen. Mehrfachnennungen waren möglich.

 

Welche Daten könnten interessant sein?

Wir fragten, welche Daten für die SAP-Anwenderunternehmen interessant sein könnten: Hier wurden an erster Stelle Marktdaten (81 Prozent) genannt, danach folgten Sensordaten (68 Prozent), demografische Daten (41 Prozent), Geodaten (39 Prozent) und Wetterdaten (25 Prozent). Mehrfachnennungen waren möglich.

 

Für welche Unternehmensbereiche sind Big Data Auswertungen interessant?

Wir wollten von den Teilnehmern dann wissen, welche Abteilungen sich für die Datenanalysen interessieren könnten. Weit vorne lagen hier die an der Wertschöpfungskette beteiligten Bereiche Vertrieb (80 Prozent), Marketing (77 Prozent) und Produktion (61 Prozent).

Finanzen und Controlling (59 Prozent), Kundendienst (53 Prozent), IT (52 Prozent) und Einkauf (51 Prozent) lagen hierbei fast gleichauf. Schlusslicht bildet der Bereich Personal, bei der sich nur 24 Prozent der Teilnehmer vorstellen können, dass man von Datenanalysen profitieren könnte. Mehrfachnennungen waren möglich.

 

Big Data Szenarien der SAP-Anwender

Welche Big Data Szenarien haben für die SAP-Anwender die größte Wichtigkeit? Hier liegen vier Szenarien in der Spitzengruppe: Absatzprognosen (71 Prozent), gezielte Daten- und Mustersuche (68 Prozent), vorausschauende Instandhaltung (64 Prozent) und Produkt- und Serviceempfehlungen für Kunden (61 Prozent).

 

Hadoop als Big Data Speichermöglichkeit bekannt

Uns interessierte, inwieweit Hadoop als kostengünstige Möglichkeit zur Verwaltung mit große Datenmengen bekannt ist. 53 Prozent der Teilnehmer haben grundlegende Kenntnisse darüber, 5 Prozent haben es im Proof-of-concept evaluiert und 11 Prozent setzen es ein. 31 Prozent der Teilnehmer kennen Hadoop nicht.

 

Kommentare zu Big Data

Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit Kommentare zu Big Data abzugeben. Eine Auswahl finden Sie hier:

  • „Big Data macht nur Sinn, wenn man eine Idee oder Theorie hat. Nur die Analyse großer Datenmengen macht nicht schlauer (Scheinkorrelationen!)“
  • „Big Data braucht zuallererst mal gute Stammdaten!“
  • „Langer Weg dahin, lohnt sich, erschreckend hinsichtlich der Möglichkeiten, wir sind schon ganz gut darin“
  • „… um operativ erfolgreich Big Data einzusetzen, sind vorausschauende Analysen in den operativen Unternehmensbereichen erforderlich. Sie können nicht kontrollieren, was Sie nicht verstehen, und Sie können nicht verbessern, was Sie nicht kontrollieren!“

 

Bewertung der Ergebnisse

Gregor Stöckler bewertet die Big Data Ergebnisse wie folgt: „Das Thema ist in den Unternehmen angekommen. Big Data kann allerdings nur zu Big Business werden, wenn die richtigen Technologien und Organisationsstrukturen genutzt und etabliert werden.“

„Technologisch vielversprechend ist eine Kombination der In-Memory-Plattform SAP HANA mit Hadoop, denn sie vereint die Vorteile der „Enterprise-Ready“ Hochgeschwindigkeits-Verarbeitung mit einer „Low Budget“ Data Discovery und Speicherlösung. Die Kombination ist auch für kleinere Unternehmen mit geringen IT-Ressourcen geeignet. Denn mit Predictive Analytics bietet SAP Standard-Analysen an, die es auch Unternehmen mit geringem Statistik-Know-how ermöglichen, entsprechende Modelle zu erzeugen“, empfiehlt er IT-Entscheidern.

„Big Data scheint ein relevantes Thema in der Unternehmenspraxis zu sein. Entscheidend wird sein, passende Big Data Szenarien zu finden, die für Unternehmen und Kunden gleichermaßen einen Mehrwert bilden, damit sie Akzeptanz finden. Die in der Umfrage genannten Anwendungsgebiete sind vermutlich erst der Einstieg in das Thema – neue kreative Ideen werden entstehen. Als SAP-Anwenderunternehmen hat man auf jeden Fall hervorragende technologische Voraussetzungen für deren Umsetzung“, fasst IT-Onlinemagazin Chefredakteur Helge Sanden die Umfrageergebnisse zusammen.

 

 

Diskussion der Ergebnisse und Empfehlungen für IT-Entscheider

Sie sind herzlich zum Expert-Talk am 28. September eingeladen. Ab 11 Uhr können Sie die Diskussion der Ergebnisse mit Datavard-Experten und Empfehlungen für IT-Entscheider zu Big Data mitverfolgen:

  • Welche Big Data Szenarien und Business Cases gibt es?
  • Wie verarbeitet man riesige Datenmengen schlau und kostengünstig?
  • Welchen Mehrwert bringt Hadoop und wie kann man es in SAP Umgebungen nutzen?
  • Was planen andere SAP-Anwenderunternehmen mit Big Data?

Wenn Sie im Vorfeld eine Frage stellen möchten, die wir diskutieren sollen, senden Sie diese gerne an die Redaktion.

 

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