Checkliste Onlineshop: Auf Wachstum programmiert – Skalierbarkeit und Transparenz

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Posted 28. September 2012 by Redaktion IT-Onlinemagazin in IT-Leiter

Wachstum managenWenn sich Ihre Online-Geschäfte gut entwickeln, benötigen Sie eine Shop-Software, die mitwachsen kann. Es gibt drei Dimensionen, in denen eine Softwarelösung mitwachsen sollte: technisch, horizontal und vertikal. Beachten Sie dabei auch, dass Sie bei einer durchgängigen Lösung ohne Inselbildung bleiben.

Technische Erweiterbarkeit

Wenn die Umsätze steigen und mehr Kunden bei Ihnen bestellen, müssen die Antwortzeiten im Webshop (= Schaufenster) und bei der Abwicklung der Transaktionen mit Ihrem Bestellsystem ( = Bezahlung, Auslieferung, …) für Ihre Kunden trotzdem kurz bleiben. Ob das gelingt, hängt vorrangig von der Internetbandbreite, der Softwarearchitektur, der Leistungsfähigkeit der Serversysteme und der eingesetzten Datenbank ab. Es gibt Lösungen, mit denen sich sehr kleine Shops und auch Top 10 Shops des deutschen Onlinehandels wirtschaftlich betreiben lassen. Diese Lösungen lassen sich bei Bedarf – vergleichbar mit einem Lautstärkeregler beim Radio – von der Leistung an die gewachsenen Erfordernisse anpassen.

Vertikale Erweiterbarkeit

Vertikale Erweiterbarkeit meint, dass Sie zusätzliche Prozesse bei Bedarf schnell und ohne großen finanziellen und technischen Aufwand mit Ihrer Softwarelösung in Betrieb nehmen können. Zunächst  möchten Sie vielleicht nur einen Shop betreiben, aber wenn Sie morgen auch Softwareunterstützung für die Lagerverwaltung, die Garantieabwicklung, den Kundendienst, das Callcenter oder das Kundenbeziehungsmanagement benötigen, sind die Grenzen bei vielen reinen Shop-Softwareprodukten schnell erreicht.

Möchten Sie zusätzliche Vertriebskanäle, beispielsweise ein Ladengeschäft, einen Versandhandel oder Vertriebspartner in Ihre Lösung integrieren, trennt sich die Spreu vollständig vom Weizen. Hier gibt es nur wenige Produkte, die das von Haus aus unterstützen.

Horizontale Erweiterbarkeit

Unter horizontaler Erweiterbarkeit verstehen wir, wenn Sie die von Ihrer Software unterstützen Prozesse verlängern wollen. Beispiele hierfür sind die Einbindung von Lieferanten, Logistik-Partnern oder Fullfillment-Partnern in Ihre Beschaffungs- oder Lieferprozesse.  Bei dieser Aufgabe stoßen noch mehr Systeme an Grenzen, als bei der vertikalen Erweiterbarkeit, sofern Sie nicht eine moderne Architektur als Basis haben. Ferner ist insbesondere hierfür ein Implementierungspartner mit großer Prozess-Kenntnis notwendig.

Transparenz durch Integration

Besonders wichtig ist die horizontale, vertikale und technische Erweiterbarkeit für Auswertungen, Analysen und Vorhersagen. Nur wenn diese Integration gut gelingt, können Sie beispielsweise auch vergleichende Auswertungen zwischen Vertriebswegen vornehmen. Sie können Zusammenhänge und Kaufmuster nur dann erkennen, wenn jeder Kunde und jeder Artikel sich eindeutig identifizieren lässt, weil er in einem integrierten, zentralen System als Datensatz vorliegt. Nur dann erkennen Sie beispielsweise, welche Kunden Gutscheine im Internet kaufen und sie bevorzugt im Ladengeschäft einsetzen, oder welche Kundentypen über welche Kanäle auf welche Vertriebsaktionen reagieren. Auf den ersten Blick einfacher und gegebenenfalls günstiger erscheinende Insellösungen sind dazu nicht in der Lage und nehmen Unternehmen die so wichtige Transparenz.

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Fazit:

Achten Sie bei den Referenzen Ihres präferierten Softwareanbieters darauf, dass sowohl Unternehmen Ihrer jetzigen Größenordnung als auch deutlich größere und sehr bekannte Kunden mit hohem Bestellvolumen auf der Referenzliste verzeichnet sind. Sprechen Sie einmal mit diesen Kunden, um zu erfahren wie gut die Lösung funktioniert und wo die Schwächen liegen.

Sicher lassen sich fast immer spezialisierte Produkte über Schnittstellen in die Onlineshop-Software integrieren. Das bedeutet in den meisten Fällen eine Erhöhung der Komplexität und der Kosten, sowohl bei der Entwicklung als auch beim Betrieb der Lösung.

Noch entscheidender ist die Gefahr, die Durchgängigkeit der Unternehmensprozesse einzubüßen: Informationen und Zusammenhänge gehen oft an Produktgrenzen verloren. Gerade die durchgängigen Analysemöglichkeiten, warum sich Produkte gut oder schlecht über unterschiedliche Vertriebswege verkaufen oder welche starken und schwachen Kundengruppen es für welche Produktgruppen bei Ihnen gibt, werden Sie zu schätzen wissen.

Eine integrierte Software-Lösung für den Onlineshop, die Unternehmenssteuerung (ERP) und mit integrierten Analysewerkzeugen hat gegenüber einem bunt zusammengestellten Zoo von spezialisierten Anwendungen beispielsweise für Onlineshop, Marketingaktionen, Lagerverwaltung, Fakturierung, Versand und Auswertungen deutlich die Nase vorn.

 

Diese Artikelreihe besteht aus acht Folgen. Hier finden Sie die Auswahlhilfe für die richtige Onlineshop-Software.

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