DSAG: SAP-Budgets steigen 2015 um 5 Prozent

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Posted 12. Februar 2015 by Redaktion IT-Onlinemagazin in Geschäftsführer

DSAG InvestitionsumfrageDie SAP-Budgets der DSAG Mitglieder steigen 2015 um über 5 Prozent, die IT Budgets wachsen 2015 um 3,5 Prozent. Wichtigster Investitionsschwerpunkt sind bei rund der Hälfte der Unternehmen die klassisch betriebenen SAP ERP Lösungen (On-Premise).

Rund 53 Prozent der Unternehmen führen aktuell Konsolidierungsaktivitäten ihrer SAP Systemlandschaften durch. Jeweils rund ein Drittel investiert in mobile Anwendungen, die Verbesserung der Benutzeroberflächen und Analytics. Cloud und In-Memory planen derzeit ein Fünftel der Unternehmen für 2015. Mehrfachnennungen waren möglich.

Für knapp ein Zehntel der Unternehmen werden in diesem Jahr keine SAP-Budgets zur Verfügung stehen. Zu diesen Ergebnissen kommt die Investitionsumfrage der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG), an der 256 CIOs, CCC-Leiterinnen und -leiter und Unternehmensvertreter aus DSAG-Mitgliedsunternehmen im deutschsprachigen Raum teilnahmen.

 

SAP-Optimierung und Rollouts vor Innovationen

Etwa 20% der Budgets fließen in die Umsetzung neuer Geschäftsprozesse. In bestehende Geschäftsprozesse und Rollouts werden 37 Prozent der Budgets investiert. „Unternehmen investieren da, wo Bedarf ist. Momentan liegt dieser auf bestehenden Geschäftsprozessen und Rollouts“, erklärt DSAG-Vorstandsvorsitzender Marco Lenck. „Um Innovationskräfte freizusetzen und den Wandel hinsichtlich Digitalisierung, Internet-of-Things deutlich voranzutreiben, sind 20 Prozent des Budgets für neue Geschäftsprozesse zwar ein guter Anfang, aber unter dem Strich noch zu wenig.“

 

Klassische SAP-Projekte immer noch im Fokus

Befragt nach den aktuellen Trend-Themen zeichnet die DSAG-Investitionsumfrage folgendes Bild: In rund einem Fünftel der Unternehmen sind Projekte zu Cloud, In-Memory und Industrie 4.0/Internet-of-Things geplant. Bereits abgeschlossene Projekte in diesem Umfeld bewegen sich im unteren einstelligen Bereich. Bei einem Fünftel der Befragten laufen aktuell Cloud-Projekte. Es ist davon auszugehen, dass es sich hier eher um hybride Cloud-Lösungen handelt: „Ein Grund für die Zurückhaltung könnte der mangelnde Schutz des geistigen Eigentums in der Cloud sein. Danach gefragt, geben 59 Prozent der Unternehmen an, dass die Unsicherheit ihre Investitionsentscheidungen beeinflusst“, erläutert DSAG-Vorstandsvorsitzender Marco Lenck. On-Premise-Lösungen werden daher weiterhin ein großes Gewicht bei SAP-Kunden haben, weshalb die DSAG, trotz aller Cloud-Bestrebungen der SAP darauf drängt, dass Bestandslösungen weiterentwickelt werden.

 

Konsolidierungen, Analytics- und Mobility-Projekte bei SAP Kunden beliebt

Die Stars unter den Vorhaben der DSAG-Mitglieder sind weiterhin Konsolidierung, Analytics und Mobility. Hier laufen mit rund 53 Prozent, 44 Prozent und 39 Prozent die meisten Projekte. Was geplante Projekte betrifft, ist die Modernisierung von Benutzeroberflächen vorne. 35 Prozent der Befragten legen hier den Schwerpunkt.

„Es gibt Vorreiter unter den DSAG-Mitgliedern, die sich mit innovativen Geschäftsprozessen beschäftigen. Der Großteil ist jedoch noch mit den klassischen Themen rund um SAP-ERP befasst. SAP muss für beide Zielgruppen weiterhin adäquate Lösungen bereitstellen. Dafür setzen wir uns ein“, fasst Marco Lenck, DSAG-Vorstandsvorsitzender die aktuelle Situation bei den SAP-Anwendern zusammen. Interessant wird der Jahresausblick zu den Investitionsplanungen nach der Ankündigung von S/4HANA. Diese Frage wird beim DSAG-Jahreskongress in Bremen (29.9. bis 1.10.2015) näher beleuchtet.

 

Bewertung der Ergebnisse

„Die Ergebnisse decken sich in weiten Teilen mit denen unserer Umfragen in der SAP-Community und zeigen, dass die SAP Landschaften weiterhin intensiv konsolidiert, harmonisiert und vereinfacht werden. Auch die anhaltende Wichtigkeit des Themas Mobility zeigt sich in der Resonanz unserer Leser. Zusätzlich sehen wir starkes Interesse im Bereich SAP-Sicherheit“, bewertet Helge Sanden vom IT-Onlinemagazin die DSAG Investitionsumfrage.

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Foto: DSAG e.V.

 

 

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