Interview: SAP HANA für ERP Financials

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Posted 24. Mai 2012 by Redaktion IT-Onlinemagazin in Geschäftsführer

Mit SAP HANA soll man große Datenmengen in Sekundenschnelle analysieren können. Die Beschleunigung von Transaktionen und Auswertungen durch Einsatz dieser In-Memory-Technologie eröffnet auch im Finanzwesen und Controlling neue Horizonte. Wir haben diesbezüglich bei Jörg Siebert, dem Autor des E-Books „SAP HANA for ERP Financials“, nachgefragt.

IT-Onlinemagazin: Herr Siebert, handelt es sich bei SAP HANA um ein Thema der IT-Abteilungen?

Jörg Siebert IT-Onlinemagazin

Jörg Siebert

Jörg Siebert:  Jein. Natürlich erfordert die Datenbanksoftware zusammen mit der Hardware technisches Know-how. Auf der anderen Seite ist die neue Geschwindigkeit kein Selbstzweck. Vielmehr stellt sich die Frage, was der Fachbereich damit anfangen kann.  In der Finanzbuchhaltung und im Controlling wird man sich unter anderem die folgenden Fragen stellen:

  • Will man die Profitabilität von Kunden, Produkten in Regionen detaillierter & schneller untersuchen?
  • Welche Effekte ergeben sich auf den Abschlussprozess, wenn beispielsweise Umlagen und Verteilungen schneller ermittelt sind?
  • Benötige ich eine rückwirkende Abstimmungsmöglichkeit – zum Beispiel bei Fusionen von Unternehmen – zwischen Haupt- und Anlagenbuchhaltung?

Wenn Sie eine der Fragen mit ja beantworten können, dann stellt SAP HANA einen Mehrwert für den Fachbereich dar.


IT-Onlinemagazin: 
Welche Bedeutung hat HANA aus Ihrer Sicht für die SAP?

Jörg Siebert: Als SAP mit R/3 an den Markt gegangen ist, hat man sich für eine Offenheit zu verschiedenen Datenbankanbietern entschieden. Flexibilität bedeutet aber auch immer, dass man eine Komplexität managen muss.  Mit der eigenen Datenbank Max DB und der Akquisition der Firma Sybase hat man im Bereich Datenbanken  massiv eigenes Know-how aufgebaut.  Es ist angekündigt die Produkte Business One, Business by Design und schließlich die Business Suite nach und nach auf die eigene Datenbank zu portieren. Man verspricht einen Kundenvorteil (reduzierter TCO) aus der Kombination von betrieblicher Anwendungs- und Datenbanksoftware. Natürlich schwingt hier ebenfalls auch mit, dass man sich mit dem Erzrivalen Oracle auf einem neuen Spielfeld messen möchte.

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