DSAG-Personaltage 2026: SAP konkretisiert HR-Transformation mit Cloud, KI und Payroll

Veröffentlicht

25. Juni 2026

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5 Minuten

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DSAG-Personaltage 2026: SAP konkretisiert HR-Transformation mit Cloud, KI und Payroll

Lukas Förster (Head of Human Experience Management & SAP SuccessFactors, SAP) und Hermann-Josef Haag (DSAG-Fachvorstand Personalwesen & Public Sector) bei den DSAG-Personaltagen 2026, Foto: IT-OnlineMagazin.

Die HR-Transformation ist in vollem Gange. Wie sieht der Weg von SAP HCM in moderne HR-Landschaften aus? Diese Frage stand im Mittelpunkt vieler Gespräche auf den DSAG-Personaltagen 2026. SAP nutzte die Veranstaltung für mehrere Ankündigungen rund um SAP SuccessFactors, Employee Central Payroll, Sovereign Cloud und Künstliche Intelligenz. Nach Einschätzung der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) ein Plus an Orientierung für anstehende Transformations- und Investitionsentscheidungen.

Mehr Orientierung für die HR-Transformation

Lukas Förster (Head of Human Experience Management & SAP SuccessFactors, SAP) und Hermann-Josef Haag (DSAG-Fachvorstand Personalwesen & Public Sector) bei den DSAG-Personaltagen 2026, Foto: IT-OnlineMagazin.

Das Interesse an den DSAG-Personaltagen war groß: 1.250 Teilnehmer kamen nach Heidelberg, fast dreimal so viele wie beim Auftakt der Veranstaltung vor sechs Jahren. Das zeigt: Viele SAP-Kunden stehen derzeit vor grundlegenden Entscheidungen zur Zukunft ihrer Personalprozesse. Während bestehende SAP-HCM-Landschaften weiter betrieben werden, entstehen parallel neue Zielarchitekturen auf Basis von SAP HCM for S/4HANA (H4S4), SAP SuccessFactors und cloudbasierten Services. Entsprechend groß ist der Bedarf an belastbaren Roadmaps, praxistauglichen Übergangsszenarien und Planungssicherheit.

„Wir haben in diesem Zusammenhang mehrfach deutlich gemacht, dass unsere Mitglieder für ihre Transformationsentscheidungen belastbare Roadmaps, praxistaugliche Übergangsszenarien und Lösungen benötigen, die zentrale Anforderungen des Public Sectors verlässlich abbilden“, sagt Hermann-Josef Haag, DSAG-Fachvorstand Personalwesen & Public Sector. Mehrere der auf den Personaltagen vorgestellten SAP-Ankündigungen zahlen nun genau auf diese Anforderungen ein.

Fortschritte bei Payroll und Stammdaten

Eine wichtige Ankündigung betrifft die Freigabe der Public-Sector-Abrechnung in Employee Central Payroll (ECP). Damit unterstützt die Cloud-Lösung künftig auch die spezifischen Anforderungen des deutschen öffentlichen Dienstes.

Darüber hinaus kündigte SAP die Aufnahme der Felder „Dienstart“ und „Unterdienstart“ in SAP SuccessFactors Employee Central an. Ergänzend soll die Versorgungsadministration (VADM) künftig in Employee Central Payroll verfügbar werden. Für erste Early-Adopter ist die Bereitstellung im ersten Halbjahr 2027 geplant.

Die Bedeutung dieser Neuerungen reicht über den öffentlichen Dienst hinaus. Sie zeigen, dass SAP Funktionen bereitstellt, die für die Abbildung komplexer Personalprozesse und Stammdatenstrukturen erforderlich sind. Für viele Organisationen sind solche Voraussetzungen entscheidend, um Cloud-Strategien und Zielarchitekturen belastbar planen zu können.

Sovereign Cloud rückt näher für HR-Transformation

Große Aufmerksamkeit erhielt auch das Thema SAP Sovereign Cloud. Fragen zur Datenhaltung, regulatorische Anforderungen, Zertifizierungen und Betriebsverantwortung stehen im HR-Umfeld natürlicherweise im Vordergrund. Im öffentlichen Sektor spielen sie bei Cloud-Entscheidungen eine zentrale Rolle. Besonders positiv wurde deshalb auch die Ankündigung von SAP aufgenommen, dass die SuccessFactors-HCM-Suite künftig auch im souveränen Betriebsmodell aus SAP-eigenen Rechenzentren in Deutschland bereitgestellt werden soll. Hier soll es keinerlei Datenabfluss geben. Es sind explizit lokale Betriebsteams und Technologien im Einsatz, um höchste Souveränitätsanforderungen zu erfüllen.

Zu dem für die Sovereign-Cloud vorgesehenen Portfolio gehören unter anderem Employee Central, EC Payroll, Time Tracking sowie Talent- und Learning-Lösungen. Die Verfügbarkeit ist nach aktuellem Stand für Herbst 2026 vorgesehen. Die DSAG bewertet die Ankündigung positiv, erwartet jedoch weitere Konkretisierungen hinsichtlich Verfügbarkeit, Umfang und Zeitplanung der einzelnen Komponenten.

Budgetplanung und HR-Prozesse stärker verzahnen

Ebenfalls vorgestellt wurde eine Cloud-Lösung für Budgetplanung und -bewirtschaftung. Ziel ist es, HR- und Finanzprozesse enger miteinander zu verbinden und Planstellen, Budgets sowie Mittelabflüsse transparenter zu steuern. Für spezifische Anforderungen der öffentlichen Verwaltung setzt SAP auf SAP-zertifizierte Partnerlösungen, die die Standardfunktionalität ergänzen sollen.

Aus Sicht der DSAG und vieler Anwender wird sich erst noch zeigen müssen, wie nahtlos sich diese Lösungen in bestehende Prozesse integrieren lassen und welche Auswirkungen sie auf Betrieb, Governance und Gesamtarchitektur haben.

SAP reagiert auf Kunden: KI schneller nutzbar 

Neben der Cloud-Transformation gehörte Künstliche Intelligenz zu den dominierenden Themen der Veranstaltung. Im Rahmen des von SAP angekündigten „Autonomous Enterprise“, mit zukünftig autonom funktionierenden Geschäftsprozessen auf Basis von KI-Agenten und -Assistenten, sollen bis Ende des Jahres 15 KI-Assistenten und 62 KI-Agenten für SuccessFactors-Kunden bereitgestellt werden.

Darüber hinaus kündigten SAP und DSAG eine gemeinsame Initiative an, mit der ausgewählte KI-Anwendungsfälle für den Personalbereich innerhalb von 90 Tagen produktiv umgesetzt werden sollen. An diesen individuellen Sprint-Projekten können SuccessFactors-Kunden teilnehmen, die bereits Employee Central nutzen und AI Units erworben haben. Außerdem ist eine DSAG-Mitgliedschaft erforderlich.

Der Ansatz adressiert eine Herausforderung, die derzeit viele Unternehmen beschäftigt: Wie lassen sich KI-Funktionen über Pilotprojekte hinaus produktiv und mit messbarem Mehrwert nutzen? Die Bewerbungsmöglichkeit für die Teilnahme an der Initiative wird noch bekannt gegeben.

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Payroll, Stammdatenmanagement, Sovereign Cloud, Budgetplanung und KI: SAP hat mehrere Bausteine der künftigen HR-Zielarchitektur gleichzeitig konkretisiert. Für viele Anwenderunternehmen dürfte das ein positives Zeichen in Richtung Planungs- und Investitionssicherheit sein, wenn auch noch verhalten belastbar.

Die Diskussion über die Zukunft von SAP HCM, H4S4, SAP SuccessFactors und cloudbasierten HR-Landschaften ist deutlich greifbarer geworden. Es geht nicht mehr länger um eine grundsätzliche Cloud-Debatte. Benötigt werden jetzt Antworten zu Verfügbarkeit und Integration sowie Beispiele für fundierte Roadmaps und produktive Einsatzszenarien, um die richtigen strategischen und operativen Entscheidungen im HR-Umfeld zu treffen.

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