Wenn es darum geht, welche Security-Ebenen im Unternehmen abgedeckt sind, dominiert die Infrastruktur: 79 Prozent nennen Betriebssystem, Netzwerk und Datenbank. Benutzer- und Berechtigungsmanagement sowie SAP-Basis-Härtung folgen mit 69 Prozent. Diese drei Bereiche bilden den klassischen Grundschutz und sind offensichtlich mehrheitlich etabliert.
Schwächer sieht es auf den Ebenen aus, die ein reifes Security-Programm kennzeichnen. Der Umfrage zufolge hat nur jedes zweite SAP-Anwenderunternehmen Identity & Access Management, also strukturierte Provisionierung und SSO (50 Prozent) sowie Monitoring & Logging (47 Prozent) auf dem Schirm. Lediglich knapp ein Drittel der Befragten kümmern sich um Security Incident Management und ABAP Code Security von Individualentwicklungen (31 Prozent). Und jeder zehnte (10 Prozent) hat keine oder keine klaren Informationen zur Abdeckung der unterschiedlichen Security-Ebenen im eigenen Unternehmen.
„Aus unserer Erfahrung ist es häufig das Problem, dass dem IT-Security-Team das Verständnis für SAP als Applikation und deren spezifischen Angriffsflächen fehlt, dem SAP-Betriebsteam im Gegenzug tiefgreifendes Security-Know-how und Budgets, um Sicherheitsmaßnahmen umzusetzen“, so Matthias Nitschke, Teamlead SAP Security & Authorizations bei itesys. „Für eine ganzheitliche Security-Strategie ist es daher entscheidend, Brücken zwischen den Bereichen zu bauen.“