SAP-Security: Deutliche Lücke zwischen gefühlter und realer Sicherheit
SAP-Systeme rücken verstärkt ins Visier von Cyberkriminelle. Doch die Lücke zwischen gefühlter und realer Sicherheit ist groß.
Redaktion
IT-OnlineMagazin
Veröffentlicht
16. September 2026
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Nachdem die in der vergangenen Woche aufgedeckte kritische SAP Kernel-Sicherheitslücke OVERPASS (CVSS 10,0) sowie die Schwachstellen S4GET (CVSS 9,8), SAP CAP (CVSS 9,4) und SAP GUI for Java (CVSS 9,0) geschlossen wurden, warnt Onapsis vor einer weiteren Bedrohung: Einem neuen Open-Source-Toolkit auf GitHub.
Das von unabhängigen Sicherheitsforschern veröffentlichte Open-Source-Toolkit bündelt eine Reihe offensiver Funktionen für SAP-Systeme, darunter auch Exploitation-, Post-Exploitation- und Ransomware-Funktionen. So enthalte es beispielsweise Proof-of-Concept-Funktionen zur Durchführung grundlegender SAP-Ransomware-Angriffe, anhand derer Angreifer die kritischsten Geschäftsdatentabellen eines Ziel-SAP-Systems ins Visier nehmen und verschlüsseln könnten, so Onapsis-CTO Juan Pablo Perez-Etchegoyen und warnt: „Würden diese Funktionen von Angreifern genutzt, könnte das zu einer vollständigen Kompromittierung geschäftskritischer Daten und Prozesse in ungeschützten SAP-Systemen führen.“
Darüber hinaus könnte das Toolkit Onapsis zufolge Angreifern u.a. folgende Angriffsflächen erschließen:
Onapsis geht davon aus, dass die Zahl von Exploits und Bedrohungsaktivitäten gegen SAP-Anwendungen durch das neue Toolkit deutlich steigen werden. „Umso wichtiger, dass SAP-Anwenderunternehmen die verfügbaren Patches jetzt priorisiert einspielen – insbesondere die kernelbezogenen Fixes“, resümiert IT-OnlineMagazin Chefredakteurin Maike Rose.
Weitere Informationen zum Umgang mit dem Exploitation Toolkit erhalten Sie am 21. September 2026 in einem Webinar von Onapsis.
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