Warum SAP-Supply-Chain-Planung nur gemeinsam mit dem Business gelingt
Wenn SAP-Projekte im Supply-Chain-Management als reine IT-Vorhaben behandelt werden, entstehen deutliche Reibungsverluste im Business. Wie sich das vermeiden lässt.
Veröffentlicht
17. Oktober 2016
Lesezeit
3 Minuten
Redaktion
IT-OnlineMagazin
SAP Anwenderunternehmen, die international handeln und Waren exportieren, können ihren Außenhandel und Zoll mittels SAP GTS (Global Trade Services) organisieren. Für S/4HANA Nutzer werden derzeit selektiv Außenhandelsfunktionen neu programmiert und zukünftig als SAP S/4HANA for International Trade direkt in S/4HANA angeboten.
Vorteil: Sind keine weiteren logistischen Systeme im Einsatz hat, können diese Unternehmen in Zukunft auf die Außenhandelsfunktionalitäten in SAP S/4HANA zurückgreifen und benötigen keine weiteren Lösungen, was die Komplexität reduzieren kann. Für hybride Systemumgebungen mit SAP ERP (ECC) und anderen logistischen Systemen wird sich nach SAP Angaben nicht viel ändern: S/4HANA Systeme lassen sich in die GTS-Architektur integrieren und SAP GTS soll auch zukünftig kontinuierlich weiterentwickelt werden.
Gesetzliche Regularien, beispielsweise für Intrastat-Meldungen des Warenverkehrs innerhalb der Europäischen Gemeinschaft, die Beachtung von Sanktionslisten und genehmigungspflichtigen Exporten, das Management von Präferenzkalkulationen, kundenseitigen Lieferantenerklärungen, Langzeit-Lieferantenklärungen und Dokumenten-Akkreditiven oder letter of credit, also Zahlungsabsicherungen beim Export, sollen mit SAP GTS leichter von der Hand gehen. Diese Lösungen sind seit vielen Jahren im Einsatz.
Bewährte Außenhandelsfunktionen werden aktuell nach und nach für S/4HANA neu entwickelt und unter dem Namen „SAP S/4HANA for International Trade“ zusammengefasst. Begonnen wurde mit der Entwicklung der Intrastat-Meldungen, gefolgt von der Überwachung der gesetzlichen Vorgaben beim Export (Legal Control) und abschließend soll das Exportmanagement folgen.
Anwenderunternehmen, die S/4HANA neu einführen (und kein SAP GTS im Einsatz haben), müssen prüfen, ob ihre Anforderungen bezüglich des Außenhandels bereits mit den in S/4HANA integrierten Funktionen abgedeckt werden können.
Ist bereits SAP GTS bereits im Unternehmen im Einsatz, können diese Funktionalitäten gegebenenfalls auch mit S/4HANA weiter genutzt werden und Anwender profitieren von einem hohen Integrationsgrad, beispielsweise der tiefen SD- und MM-Integration mit SAP ERP. Zu prüfen ist, ob eigene Modifikationen oder Lösungen keine Datenstrukturen der Vorgängerversion „Foreign Trade“ nutzen, ob sie mittels Business Add-in (BADI) programmiert und User Exits modifikationsfrei mit eigenem Code realisiert sind.
Für Unternehmen mit mehreren ERP- und logistischen Systemen in hybriden Landschaften soll SAP GTS die Kernlösung für Zoll- und Außenhandel bleiben, die Daten aus den verschiedenen Systemen aggregiert. SAP nennt als besondere Stärke von SAP GTS, dass es logistische Daten aus diversen ERP- und Transportmanagementsystemen sammeln kann, um beispielsweise Import- und Exportanmeldungen an zentraler Stelle zu erstellen und für die Kommunikation mit den Zollbehörden aufzubereiten.
Weiterführende Informationen
Webinare und Aufzeichnungen zum Thema: Außenhandel und Zoll mit SAP
Außenhandel sicher steuern: SAP GTS Global Trade Services
SAP News Center: SAP GTS und SAP S/4HANA: Was sich ändert
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