Wie SAP-Anwenderunternehmen Datensouveränität gewährleisten können
Datensouveränität ist vom Randthema zur strategischen Priorität geworden. Warum die Souveränitätsdebatte SAP-Anwenderunternehmen besonders hart trifft.
Redaktion
IT-OnlineMagazin
Foto: Atakan, Getty Images Signature
SNP befindet sich aktuell auf dem Weg zu SAP Cloud ERP. Für das international tätige Unternehmen mit zahlreichen Gesellschaften, Standorten in verschiedenen Ländern, Schnittstellen und Fachbereichen ist dieser Schritt weit mehr als ein technisches Upgrade. Ziel ist es, Vereinfachung, Standardisierung und Skalierbarkeit konsequenter im Betriebsmodell zu verankern. Dabei spielt die SAP Integrated Toolchain eine wichtige Rolle – wie Matthias Schirner und Johannes Hurst (beide SNP Group) in ihrem Gastbeitrag für das IT-OnlineMagazin näher beschreiben. Denn SNP versteht die SAP Integrated Toolchain nicht als reine Werkzeuglandschaft, sondern als Arbeitsmodell, das Prozesse, Anforderungen, Umsetzung, Testing und Projektsteuerung enger miteinander verbindet.
Viele Unternehmen verbinden mit dem Wechsel in die Public Cloud die Hoffnung auf mehr Standardisierung, geringere Komplexität und ein zukunftsfähiges Betriebsmodell. In der Praxis zeigt sich jedoch schnell: Eine neue Plattform allein vereinfacht noch keine Organisation. Wer jedoch bestehende Prozessvarianten, unklare Verantwortlichkeiten und gewachsene Strukturen unverändert in ein neues System überführt, verlagert Komplexität häufig lediglich in eine modernere Umgebung.
Das wurde auch bei SNP sichtbar. Die aktuelle Transformation bei SNP baut auf mehreren vorhergehenden Entwicklungsschritten auf: von einer fragmentierten ERP-Landschaft über die Konsolidierung bis hin zu einem zentralen SAP S/4HANA-System und später dem Wechsel in die SAP S/4HANA Private Cloud Edition. Diese Maßnahmen haben zwar die Fragmentierung reduziert und das Betriebsmodell stabilisiert. Sie haben aber gleichzeitig deutlich gemacht, dass eine technische Harmonisierung allein keine organisatorische Komplexität beseitigt. Ein zentrales System bedeutet nicht automatisch zentrale Prozesse, und ein Cloud-Betriebsmodell schafft nicht automatisch mehr Standardisierung.
Aus diesem Grund wird der Wechsel zu SAP Cloud ERP bei SNP nicht nur als Technologiewechsel betrachtet. Vielmehr geht es darum, Prozesse, Governance und Zusammenarbeit stärker an einem einheitlichen Zielbild auszurichten.
Um die Zusammenhänge zwischen Geschäftsprozessen, Anforderungen, Umsetzung und Testing transparenter zu machen, setzt SNP auf eine integrierte Toolchain. Ziel ist es, Informationen entlang des gesamten Projektverlaufs stärker miteinander zu verknüpfen und Medienbrüche zwischen den Tools zu reduzieren, um die Zusammenarbeit zwischen Fachbereich, Projektteam und IT zu vereinfachen und transparenter zu gestalten.
Im Projekt von SNP kommen hierfür unter anderem Werkzeuge der SAP Integrated Toolchain zum Einsatz. Der Mehrwert entsteht jedoch nicht durch die Einführung eines Tools allein, sondern durch die konsequente Pflege und Verbindung der unterschiedlichen Projektartefakte und die gemeinsame Nutzung durch Business, IT und Projektorganisation.
Aus Sicht von SNP hilft eine solche integrierte Arbeitsweise vor allem dabei, Probleme früher sichtbar zu machen. Wenn Prozesse unklar beschrieben sind, werden Anforderungen unscharf. Unscharfe Anforderungen führen häufig zu Interpretationsspielräumen bei User Stories und später zu Schwierigkeiten im Testing.
Der Wechsel zu SAP Cloud ERP ist für SNP der nächste Schritt in einer langfristigen Transformation. Im Mittelpunkt steht dabei nicht allein die Einführung eines neuen ERP-Systems. Entscheidend für den Transformationsprozess ist vielmehr die Fähigkeit, Prozesse, Anforderungen, Entscheidungen, Umsetzung und Tests durchgängig miteinander zu verbinden, um damit auch die Grundlage zu schaffen, das Tagesgeschäft durch KI unterstützen zu können und den Betrieb der Landschaft zu automatisieren.
Die SAP Integrated Toolchain unterstützt dabei, diese Zusammenhänge sichtbar zu machen und eine gemeinsame Arbeitsgrundlage für Business, IT und Projektorganisation zu schaffen. Ihr Ziel ist nicht, Komplexität verschwinden zu lassen. Vielmehr hilft sie dabei, Komplexität früher sichtbar, besser diskutierbar und damit beherrschbarer zu machen. Genau darin liegt aus Sicht von SNP ihr praktischer Nutzen auf dem Weg zu SAP Cloud ERP.
Vom 21. bis 24. September 2026 stehen bei der 25. IT-OnlineKonferenz strategische Ansätze, neue Technologie-Potenziale und Prozessoptimierungen für die KI- und Cloud-Transformation mit SAP im Fokus. Dabei geht es auch um die SAP Integrated Tool Chain: Matthias Schirner und Johannes Hurst (SNP) verraten, wie SNP mithilfe der SAP Integrated Toolchain die eigene Transformation zu SAP Cloud ERP vorantreibt, SAP Signavio stellt konkrete Möglichkeiten der agent-led Toolchain vor.
Johannes Hurst ist VP of Services ALM bei SNP. Er verantwortet die Lieferung von ALM-Software und unterstützt Kunden bei der Einführung und Optimierung einer zukunftsfähigen ALM Toolchain und deren Integration. Im Vordergrund steht dabei immer die optimale Toolchain für Transformationsprojekte, aber auch die konsequente Umstellung auf neue, Cloud-zentrische Betriebsmodelle.
Matthias Schirner ist Head of Business Applications bei SNP. In dieser Rolle verantwortet er zentrale Business-Applikationen und begleitet die unternehmensweite Transformation zu SAP Cloud ERP. Sein Schwerpunkt liegt auf der Verbindung von Geschäftsprozessen, Governance und technologischer Umsetzung in internationalen Transformationsprogrammen.
Datensouveränität ist vom Randthema zur strategischen Priorität geworden. Warum die Souveränitätsdebatte SAP-Anwenderunternehmen besonders hart trifft.
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Vom 21. bis 24. September 2026 berichten auf der 25. IT-OnlineKonferenz wieder zahlreiche SAP-Anwenderunternehmen über ihre Transformationsprojekte.
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