Wenn KI programmiert: Warum Beziehungs-Kompetenz zur IT-Kernkompetenz wird
Vertrauen aufbauen, Perspektiven verbinden, Menschen für Veränderungen gewinnen: Warum diese Skills im KI-Zeitalter unersetzlich werden und wie sie sich lernen lassen.
Veröffentlicht
12. September 2025
Lesezeit
4 Minuten
Redaktion
IT-OnlineMagazin
IT muss heute mehr leisten als nur Systeme am Laufen zu halten – sie soll Innovationstreiber, Business-Enabler und strategischer Partner sein. Gleichzeitig steht die IT-Organisation unter Druck, schneller und kosteneffizienter zu agieren. Doch während technologische Trends heiß diskutiert werden, bleibt eine zentrale Frage oft unbeantwortet: Wie gut ist die IT für dieses breite Spektrum wirklich aufgestellt – heute und für die Zukunft? Wie IT-Verantwortliche einen objektiven Blick auf den Reifegrad ihrer Organisation erlangen und auf dieser Basis neue Hebel für die wirksame Weiterentwicklung ihrer IT-Organisation identifizieren können, schildert Daniel Kohl (Synaworks) in einem Gastbeitrag für das IT-Onlinemagazin.
Viele IT-Abteilungen arbeiten engagiert, liefern solide Ergebnisse und stemmen große Projekte. Trotzdem bleibt oft die Wertschätzung aus, Prozesse wirken träge, und in strategischen Fragen sitzen andere am Tisch.
Eine IT mit hohem Reifegrad hingegen
Der Reifegrad einer IT-Organisation beschreibt also die Fähigkeit, nicht nur stabile Systeme zu liefern, sondern als gestaltende Kraft im Unternehmen zu wirken. Entscheidend sind dabei neben Tools und Technik:
Bei der Bewertung ihrer IT-Organisation sollten sich Verantwortliche nicht auf ihr Bauchgefühl verlassen. Strukturierte Assessments helfen, den Status quo objektiv zu reflektieren und wertvolle Ansatzpunkte für die Entwicklung vom technischen „Umsetzer“ zum strategischen Business Partner zu identifizieren.
Der Reifegrad einer IT-Organisation lässt sich auch ohne zeitaufwändigen Beratungsauftrag fundiert bestimmen – beispielsweise mit dem IT-Performance Index.
Der Index misst den Reifegrad einer IT-Organisation anhand von sechs zentralen Handlungsfeldern:
Das Ziel: Ein gemeinsames Bild unter den Verantwortlichen schaffen, blinde Flecken erkennen und konkrete Einstiegspunkte für die Steigerung der Leistungsfähigkeit finden.
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Ein mittelständisches Unternehmen analysierte seine IT-Organisation entlang der sechs Dimensionen und identifizierte klare Schwachstellen: wenig Standardisierung, wenig Kommunikation mit den Fachbereichen zu strategischen Fragen und kaum Raum für die Beschäftigung mit neuen Technologien.
Die Maßnahmen: Prozesse wurden neu strukturiert, Schnittstellen geschärft und klare Rollen etabliert. Heute wird das IT-Team als geschätzter Partner wahrgenommen – nicht mehr nur als „Lieferant“. Dazu der SAP CCoE-Leiter des Mittelständlers: „Der IT-Performance Index war ein echter Augenöffner. Er hat uns zur ehrlichen Selbstreflexion angeregt und war der Startpunkt für viel klarere Gespräche – intern wie mit dem Top-Management.“
Denn letztlich entscheidet nicht die Technik über den Erfolg einer IT, sondern die Fähigkeit, das Richtige zur richtigen Zeit richtig zu tun.
Daniel Kohl ist Gründer und Geschäftsführer der Synaworks GmbH. Das Unternehmen berät und begleitet Organisationen auf strategischer, methodischer und technologischer Ebene. Mithilfe eines ganzheitlichen Beratungsansatzes zu den Bereichen SAP‐Technologie, Strategie‐, Change‐ und Kompetenzentwicklung befähigt Synaworks seine Kunden, erfolgreiche Strategien zu entwickeln, effiziente ALM-Prozesse zu etablieren und die erforderlichen Kompetenzen für den digitalen Wandel aufzubauen.
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Erika Dean wird künftig als Chief Information Security Officer (CISO) die globale Sicherheitsstrategie bei Tricentis verantworten.
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