Wie Agentic AI im SAP-Umfeld eigenständig Geschäftsprozesse übernimmt
AI-Agents führen erstmals die Liste der gefragtesten SAP-KI-Funktionalitäten an. Sascha Göpfert (valantic) erklärt, was beim Einsatz von Business AI bedacht sein will.
Veröffentlicht
05. Oktober 2017
Lesezeit
3 Minuten
Redaktion
IT-OnlineMagazin
Die Digitalisierung, die Cloud-Strategie der SAP und der Generationswechsel der SAP-Systemlandschaften dürften das SAP-Ecosystem stark verändern. SAP-Partner stehen vor Veränderungen, wenn Sie wettbewerbsfähig bleiben wollen.
Wir fragten Otto Schell, DSAG-Vorstand IoT/Business Transformation, nach seinen Beobachtungen, Einschätzungen und Empfehlungen für SAP-Partner.
Otto Schell: Im Veränderungsprozess kann man mehrere Dimensionen beobachten: Viele Partner verändern sich (noch) nicht, sondern versehen ihre alten Angebote mit der Plakette „Digitalisierung“.
Dann gibt es die Gruppe der Partner, die sich neu aufstellen, neue Geschäftsmodelle entwickeln und eine Transformationsbegleitung für Anwenderunternehmen anbieten.
Eine weitere Gruppe versteht die Digitalisierung als große Chance und baut bereits aktiv neuartige Lösungen, nutzt beispielweise die SAP Cloud Plattform oder IoT-Szenarien, um frühzeitig Erfahrungen zu gewinnen und Ideen voranzutreiben.
Zusätzlich drängen ganz neue Mitspieler mit neuen Interessen auf den Markt, beispielsweise Amazon, Google oder Microsoft. Die DSAG geht aktiv auf diese Anbieter zu, um Transparenz für unsere Mitglieder zu schaffen und derartige Lösungen nutzen zu können.

Otto Schell | Quelle: DSAG
Wer als Partner in der Zukunft erfolgreich sein will, muss vermutlich einen Wertbeitrag leisten, den ich als „Soziale Architektur“ bezeichne:
Eine Verbindung zwischen angebotenen Produkten und Kunden herstellen, dann die Möglichkeit zur intensiven Zusammenarbeit nutzen und die Kundenbeziehung weiterentwickeln, indem man Services anbietet, auf die Kunden nicht mehr verzichten möchten.
Ich erwarte, dass große Partner ihren „Wasserkopf“ abbauen werden, weil es der zunehmenden Agilität widerspricht, dass Heerscharen von Beratern langfristig in großen Projekten beschäftigt sind.
Es werden sich auch vermehrt Konsortien bilden, weil man in Projekten hoch spezialisierte Expertise benötigt und diese nur gemeinsam mit eng kooperierenden Partnern erbringen kann.
Ferner erwarte ich, dass eine Vielzahl von Partnern an Bedeutung verlieren und vom Markt verschwinden könnte.
Wer sich weiterhin als reiner Zulieferer versteht, wird es sehr schwer haben.
Es fehlt aus meiner Sicht an Partnern, die sowohl die digitale Transformation für das Business der Kunden als auch die dafür notwendige Technologie gleichermaßen gut beherrschen.
Das dürften Partner sein, die nicht „das Bestehende“ weiter optimieren wollen, sondern SAP-Anwenderunternehmen mit neuen Ideen und Impulsen unterstützen, beispielsweise wie sie digitale Service anbieten können.
Viele Unternehmen benötigen immer noch einen „Wachrüttler“. Ich sagte es bei meiner letztjährigen und auch diesjährigen Keynote: Es geht um „0“ oder „1“ – um die Frage: Ist man zukünftig drinnen oder draußen.
Für den Prozessbereich bin ich ein Fan des „Process-Mining“: Das ist eines der hervorragenden Werkzeuge, um die Re-Standardisierung, weitere Optimierung und Digitalisierung von Prozessen anzugehen.
Zusätzlich werden „Digital Advisor“ benötigt, die Unternehmen auf dem Weg der weiteren Digitalisierung navigieren.
Stellen Sie sich folgende Fragen:
Vielen Dank für das Gespräch.
Das Interview führte Helge Sanden, Chefredakteur des IT-Onlinemagazins, beim DSAG-Jahreskongress 2017 in Bremen.
Weiterführende Informationen für SAP-Partner:
Das IT-Onlinemagazin veranstaltet gemeinsam mit Michael Fuchs und Helge Sanden einen Strategieworkshop für SAP-Partner. Ziele sind das Verstehen des Veränderungsprozesses und Impulse zur Entwicklung eigener Überlebensstrategien. Geschäftsführer und Führungskräfte von SAP-Partnern sind herzlich eingeladen.
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