Wie Agentic AI im SAP-Umfeld eigenständig Geschäftsprozesse übernimmt
AI-Agents führen erstmals die Liste der gefragtesten SAP-KI-Funktionalitäten an. Sascha Göpfert (valantic) erklärt, was beim Einsatz von Business AI bedacht sein will.
Veröffentlicht
20. März 2015
Lesezeit
4 Minuten
Redaktion
IT-OnlineMagazin
Sicherheitsbedenken verhindern die schnellere Verbreitung von Cloud-Lösungen in Deutschland. Im internationalen Vergleich hinken wir hinterher. Welche Bedenken und Unsicherheiten gibt es in den Unternehmen und welche Fragen sollte man sich vor der Nutzung von Cloud-Lösungen grundsätzlich stellen?
Cloud Lösungen sind nicht nur klassischen Angriffsszenarien ausgesetzt, sondern bieten zusätzliche potenzielle Angriffspunkte, da sich Nutzer gemeinsam IT-Infrastruktur teilen, Daten über mehrere Standort verteilt sein und Software von mehreren Kunden gleichzeitig genutzt werden können.
Insbesondere bei Software-as-a-Service Lösungen (SaaS), gibt man die Kontrolle an den Anbieter ab und muss ihm vertrauen.
Das geistige Eigentum und schützenswerte Informationen vieler Unternehmen liegen in SAP Systemen. Will man SAP Cloud Lösungen einsetzen, „verlassen“ oft auch sensible Daten das eigene Unternehmen und die gefühlte Sicherheit kann abnehmen, wenn man sie nicht mehr im eigenen Haus und unter der eigenen Kontrolle hat.
Dr. Marco Lenck, Vorstandsvorsitzender der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) e. V., nahm kürzlich zur Datensicherheit in der Cloud Stellung:
„Die aktuelle Diskussion der Geschäftsbeziehungen zwischen SAP und dem amerikanischen Geheimdienst ist im Zusammenhang mit der Frage zur Sicherheit von Geschäftsdaten in der Cloud zu betrachten. Natürlich soll SAP ihre Produkte, darunter auch die HANA-Datenbank, an nahezu jedes Unternehmen dieser Welt verkaufen, auch an die NSA. Hier schließt sich jedoch die berechtigte Frage der SAP-Anwender an: Wirkt sich diese Kooperation auch auf meine Kundendaten in einer SAP-Cloud aus? Die aktuelle Diskussion rückt ein ungelöstes Thema erneut ganz stark in den Mittelpunkt:
Kunden haben Bedenken, wie sicher ihre Daten in der SAP-Cloud sind. Der derzeit bestehende Schutz von Know-how und geistigem Eigentum gibt Unternehmern nicht die volle Garantie und das Vertrauen, um Cloud-Lösungen, egal von welchem Anbieter, kompromisslos mitzutragen. Für die Sicherheit ausgelagerter Daten schafft der Gesetzgeber die Voraussetzungen und tragen sowohl der Provider als auch die Unternehmen die Verantwortung. Der gesetzliche Datenschutz muss konsequenter werden, um Firmen effektive Sicherheit zu geben.
Aufgabe von Anbietern wie SAP ist es, Dienste nachvollziehbar darzustellen und Klarheit darüber zu schaffen, ob die nötigen Sicherheitsanforderungen erfüllt werden können und wo die Daten liegen. Sobald ich als Unternehmer meine Daten in einer Cloud ablege, verliere ich ein Stückweit die Kontrolle darüber. Das heißt aber nicht, dass Nutzer dann auch die Verantwortung für ihre Daten abgeben. Ihre Pflicht ist es, gewissenhaft mit ihrem geistigen Eigentum umzugehen und Sorge dafür zu tragen, dass unternehmenskritische Daten gar nicht erst in einer Cloud landen.“
Dr. Markus Schumacher, CEO des SAP-Sicherheitsspezialisten Virtual Forge, empfiehlt Unternehmen vor der SAP Cloud-Nutzung einige grundlegende Fragen zu klären: „Zunächst muss davon ausgegangen werden, dass die Verantwortung für die Sicherheit einer Anwendung immer beim einsetzenden Unternehmen liegt. Sie liegt nicht beim Anbieter der Anwendung – außer dieser handelt fahrlässig, was beispielsweise den Schutz gegen bekannte Schwachstellen angeht. Sie liegt nicht beim Gesetzgeber, denn wesentliche gesetzliche Forderungen sind grundsätzlich bekannt.
Aufgaben, die auf dieser Basis auf Unternehmen und Verantwortliche zukommen, können in folgende Bereiche gegliedert werden:
Ich kann nur dazu raten, sich zu diesen Themen Gedanken zu machen, sonst kann das Cloud-Abenteuer sehr schnell zu einem bösen Erwachen führen.“
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