S/4HANA: Warum analoge Aktenarchive zum Migrationsrisiko werden können
Was passiert bei der SAP S/4HANA-Migration mit analogen Geschäftsunterlagen, die nie digital waren? Ein Blick auf ein oft unterschätztes Transformationsrisiko.
Veröffentlicht
26. Januar 2018
Lesezeit
3 Minuten
Redaktion
IT-OnlineMagazin
Im Herbst 2017 befragte das IT-Onlinemagazin ausgewählte SAP-Partner zu den erwarteten Marktveränderungen im SAP-Eco-System mit einer Onlineumfrage. Aus Sicht der Teilnehmer verändert sich die SAP-Partnerlandschaft gerade stark.
Über die Strategie der SAP fühlen sich die meisten „gut“ oder „etwas“ informiert. Um die Herausforderungen der Zukunft zu lösen, muss auf Partnerseite demnach vorrangig an den Skills der Mitarbeiter und an der Teamzusammensetzung gearbeitet werden.
Die überwiegende Zahl der Teilnehmer meint, dass sich die SAP-Partnerlandschaft derzeit stark verändert: „radikal“ oder „stark“ sagen über die Hälfte der Partner, „etwas“ meinte etwa ein Drittel.
Der Informationsstand der SAP-Partner zur Strategie ist eher inhomogen. Die meisten Partner fühlen sich „gut“ oder „etwas“ informiert – nur wenige „sehr gut“ bzw. „kaum“. Die Bemühungen und Kanäle der SAP zur Information ihrer Partner sind vielfältig. Ob hinter dieser Bewertung ein Informationsdefizit oder ein Interpretationsdefizit der teilnehmenden Partner steckt, ist nicht bekannt.

„Will man die aktuellen Chancen für das eigene SAP-Geschäft nutzen, muss man die Strategie der SAP verstehen und einordnen können. Die Auswirkung und Übersetzung auf das eigene Geschäftsmodell fällt im nächsten Schritt jedoch vielen SAP-Partnern noch schwer“, meint Dr. Michael Fuchs, Geschäftsführer der dr. Fuchs Senior Advisors und ehemaliger Consulting-Chef der SAP.
über 85 Prozent der Partner gaben an, dass sie die Skills der Mitarbeiter und die Teamzusammensetzung ändern müssten, auf den Plätzen folgen die Dienstleistungsangebote, die Produktstrategie und die Vertriebs- und Marketingstrategie. Beim Geschäftsmodell sehen rund 40 Prozent der Partner Veränderungsbedarf.
„Ich erwarte, dass SAP-Partner zukünftig ihre Wertbeiträge entweder mit einem ganzheitlichen Blick oder sehr spezialisierter Expertise liefern müssen — dazwischen dürfte die Luft eng werden. Kompetenz in der Beratung zum Change-Management und zu digitalisierten Prozessen wird massiv an Bedeutung gewinnen. Hier wird es jedoch nicht reichen, alten Wein in neuen Schläuchen anzubieten“, glaubt Helge Sanden vom IT-Onlinemagazin.
Viele der SAP-Partner gaben Kommentare schriftlich und mündlich mit der Umfrage ab, deren Kernaussagen wir (ohne Reihenfolge oder Wichtigkeit) so zusammenfassen:
„Unbestritten ist, dass sich die SAP selbst in ihrer bislang größten Transformation ihrer Firmengeschichte befindet. Ebenso klar ist es, dass sie das nicht ohne ihr altbewährtes Eco-System schaffen kann. Obwohl sich in den letzten Jahren die Informations-Politik der SAP in Richtung der Partner deutlich verbessert hat, reicht das offensichtlich noch nicht aus. Die SAP muss mit ihren Partnern noch enger zusammenwachsen“, meint Dr. Michael Fuchs.
„Die Veränderungsgeschwindigkeit der SAP-Partnerlandschaft ist sehr unterschiedlich. Wer als Partner aktuell Sorgen hat, nicht gut genug auf S/4HANA vorbereitet zu sein, muss sich jetzt beeilen. Im Cloud-Markt müssen viele Partner erst noch ihre Rolle finden“, beobachtet Helge Sanden.
Michael Fuchs und Helge Sanden veranstalten regelmäßig speziell für Inhaber, Geschäftsführer und Führungskräfte SAP-Partner Strategie-Workshops. Sie können gerne ausführliche Workshop-Unterlagen anfordern: redaktion@it-onlinemagazin.de
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