Wie Agentic AI im SAP-Umfeld eigenständig Geschäftsprozesse übernimmt
AI-Agents führen erstmals die Liste der gefragtesten SAP-KI-Funktionalitäten an. Sascha Göpfert (valantic) erklärt, was beim Einsatz von Business AI bedacht sein will.
Veröffentlicht
21. September 2018
Lesezeit
4 Minuten
Redaktion
IT-OnlineMagazin
Mit SAP S/4HANA verändern sich Unternehmensstrukturen und die Form der Zusammenarbeit in Projekten. Berater müssen sich neue Kompetenzen und Methoden aneignen und ihr Wissen aktualisieren. Wie gelingt der Einstieg als SAP-Berater im S/4HANA-Umfeld?
Wir fragten Birgitt Schmidt-Tophoff, Director Recruitment bei valantic, und ob sich die klassische SAP-Karriere verändert hat und wie man schnell S/4HANA-Know-how aufbauen kann.
Birgitt Schmidt-Tophoff: Der SAP-Karrieremarkt verändert sich rasant. Hat man sich in der Vergangenheit auf die Entwicklung komplexer Karrieremodelle, mit klar abgegrenzten Entwicklungspfaden und starren Stellenbeschreibungen konzentriert, geht es heute vielmehr darum, diese Komplexität zu reduzieren.
So seltsam sich das anhört: Karriere wird einfacher, denn sie ist jetzt viel flexibler als früher. Simplification ist hier nicht nur das Schlagwort für SAP-Projekte, die mittlerweile so komplex sind, dass es vereinfachte, agilere Herangehensweisen geben muss. Auch die Karriereentwicklung hat längst diese Richtung eingeschlagen.
Vor fünf Jahren haben wir Stellen besetzt, heute besetzen wir Rollen.
Wenn ich meine Kollegen aus der SAP ERP-Beratung fragen würde, was heute anders in Projekten ist, dann wäre die Antwort wahrscheinlich „sie sind komplexer, schneller und agiler“. Diese agile Projektmethodik beeinflusst natürlich auch die Gestaltung von Karrieren. Deshalb setzen wir zum Beispiel die erforderliche Agilität und Rollenvielfalt in den Projekten in unserer Mitarbeiterentwicklung bereits um.
Wir definieren Rollen, keine Stellen, weil wir in unseren komplexen S/4HANA-Projekten selbstorganisierte, cross-funktionale, projektorientierte Teams brauchen, um erfolgreiche Lösungen für den Kunden zu konzipieren und umzusetzen. Der Unterschied zu früher ist, dass unsere Mitarbeiter nicht in einer Rolle bleiben, sondern in agilen Projekten durch systematischen „Wissenstransfer“ unterschiedliche Rollen einnehmen können.
Wir verfolgen einen agilen Ansatz aus Wissenstransfer und Projektpraxis für unsere Mitarbeiterentwicklung. Seit mehr als 20 Jahren bilden wir Hochschulabsolventen in unserem 12-monatigen SAP-Traineeprogramm aus und bereiten sie auf die Projektarbeit als SAP-Berater mit technologischer Basis vor. Zusätzlich geben unsere erfahrenen Berater ihr Wissen an die nächste Generation in konkreten Projekten weiter.
Die ausgebildeten Trainees gehen dann, mit zunächst hauptsächlich technischem S/4HANA-Rüstzeug, in die Projekte und werden von einem unserer S/4HANA-Experten in die Prozesswelt des jeweiligen Kunden eingeführt. Der mit tiefem technologischem Wissen ausgebildete Trainee erweitert sein Spektrum auf diese Weise in der Anwendung.
Nach dem selben Prinzip: Auch hier gibt der Lead Consultant sein S/4HANA-Expertenwissen im Projekt an den SAP ERP-Berater weiter. Mit zunehmender Erfahrung werden so aus SAP ERP-Beratern, S/4HANA-Spezialisten, die sukzessive die Rolle des Lead Consultants S/4HANA im nächsten Projekt einnehmen können. In diesem Kreislauf bewegen sich Technologie- und Prozess-Berater in einem kontinuierlichen Austausch und stellen so den erfolgreichen Projektverlauf sicher.
Unsere Berater begleiten den Kunden sowohl in der Value-Detection-Phase mit Prozessschwerpunkt als auch in der technologischen Realisierung der S/4HANA-Migration in Rollen, die sich im nächsten Projekt wieder verändern können. So meistern wir komplexe S/4HANA-Projekte und qualifizieren Berater mit Prozess- und Technologiewissen.
Wir merken, dass es bei SAP-Spezialisten und Einsteigern sehr viel Informationsbedarf zum Umstieg auf S/4HANA gibt. Deshalb beraten unsere Ansprechpartner aus dem Recruitment unverbindlich, wenn man wissen möchte, was mit welcher Qualifikation möglich ist. Ein erster Kontakt kommt beispielsweise über unser valantic XING-Profil oder andere Wege zustande.
Im Karriere-Bereich unserer Website kann man mit einem Klick und seinem XING- oder LinkedIn-Profil einen Karriere-Beratungswunsch signalisieren. Wenn Bewerber ein paar Zeilen dazu schreiben, können wir Karrierefragen besser einordnen und beantworten. Natürlich bekommen wir auch ausführliche Bewerbungsunterlagen. Mit unserem Recruiting-Team sichten wir innerhalb von 24 Stunden alle Unterlagen und leiten weitere Schritte ein — via E-Mail oder telefonisch.
Vielen Dank, Frau Schmidt-Tophoff.
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