Wie Agentic AI im SAP-Umfeld eigenständig Geschäftsprozesse übernimmt
AI-Agents führen erstmals die Liste der gefragtesten SAP-KI-Funktionalitäten an. Sascha Göpfert (valantic) erklärt, was beim Einsatz von Business AI bedacht sein will.
Veröffentlicht
20. März 2024
Lesezeit
3 Minuten
Redaktion
IT-OnlineMagazin
Der Mehrwert von SAP S/4HANA für das Finanzwesen steht für die überwiegende Zahl der SAP-Anwenderunternehmen außer Frage. Nun soll Künstliche Intelligenz (KI) die Finanzprozesse in SAP S/4HANA noch weiter optimieren. Was bedeutet das konkret?
Die Wucht der Künstlichen Intelligenz ist im SAP-Finanzwesen angekommen. Mit ihren Mengengerüsten, Datenmengen und komplexen Mustern sind gerade Finanzprozesse ein prädestiniertes Anwendungsfeld für KI. Sie hilft dabei, aus Daten Trends zu erkennen, Risiken zu bewerten und Entscheidungen zu unterstützen. Darüber hinaus soll KI durch Automatisierung Beschäftigte im Finanzwesen in ihren täglichen Routinen unterstützen.
Schon im Frühjahr 2018 hatten IT-Onlinemagazin und das FICO-Forum SAP-Anwenderunternehmen erstmals dazu befragt, ob sie durch den Einsatz von SAP S/4HANA im Finanzwesen deutliche Vorteile erwarten. Die damalige, einhellige Einschätzung: Die meisten Teilnehmenden (26 Prozent) stimmten der Aussage voll zu und noch 64 Prozent erwarteten sich Vorteile.
Hintergrund ist sicher, dass die SAP-Lösung für Finanzprozesse schon früh den größten Reifegrad in der S/4HANA-Produktlinie aufwies. Initiales Ziel war die Schaffung eines einheitlichen Speicherortes der Hauptbucheinträge über viele Applikationen hinweg und damit eine Zentralisierung, Standardisierung und Harmonisierung der Finanzprozesse. Dies war bereits Grundprinzip des Vorgängers SAP Simple Finance, der auf der SAPPHIRE NOW 2014 erstmals vorgestellt und schon neun Monate später in SAP S/4HANA Finance umbenannt wurde.
Zu den innovativen Funktionen von SAP S/4HANA Finance gehört das Universal Journal, ein Zusammenschluss der bisher getrennten Bereiche FI und CO. Das Journal ermöglicht die Speicherung von Finanz- und Controllingdaten an einem einzigen Ort. Es stellt eine erweiterte und integrierte Form des General Ledgers in SAP S/4HANA dar und soll durch einfacheren Zugang zu KPIs und anpassbare Cockpits umfassendere Finanzberichterstattung und Analysen ermöglichen. Planungsfunktionen sind direkt in das Universal Journal integriert, Echtzeit-Analysen und -Simulationen verbessern die Entscheidungsfindung.
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Als Suite von Finanzanwendungen und Teil der S/4HANA-Plattform ist SAP S/4HANA Finance zu trennen von SAP Central Finance. Dabei handelt es sich um eine Lösung innerhalb der SAP S/4HANA Suite, mit der sich Finanzdaten aus verschiedenen ERP-Systemen und Quellen konsolidieren lassen. Viele Unternehmen, die sich den Umstieg auf SAP S/4HANA vereinfachen wollen, starten mit der Implementierung von Central Finance, ergänzen die Anwendung um zentrale Finanzprozesse und überführen die Gesellschaften des Unternehmens dann nach beliebigen Schnittmustern schrittweise nach SAP S/4HANA.
Mit dem Universal Parallel Accounting (UPA) will SAP die Transformation im Finanzwesen auf dem Weg Richtung S/4HANA weiter vorantreiben. Heißt konkret: automatisierte Echtzeitbuchungen, etwa im Produktionscontrolling, Analyse von Kosten und Margen in Echtzeit und reduzierte manuelle Aufwände im Monatsabschluss. Automatisierung auch im Bereich der Zahlungseingangsverarbeitung im Order-to-Cash, d.h. bei der Verarbeitung von Kontoauszügen, Zahlungsavisen und anderen Formaten, vollständig integriert in SAP.
Die Innovationen im SAP-Finanzwesen gehen also weiter. Haben sich die Erwartungen von vor sechs Jahren damit erfüllt? Aufschluss geben werden zahlreiche Gespräche mit SAP-Anwenderunternehmen, Expertinnen und Experten aus dem Finance-Umfeld auf der IT-Onlinekonferenz am 15. Mai 2024.
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