Changemanagement: Was Menschen in Transformationen bewegt
Welche Rolle Changemanagement in Transformationen spielt und warum der emotionale Faktor im KI-Zeitalter dabei an Bedeutung gewinnt.
Veröffentlicht
14. Juli 2014
Lesezeit
3 Minuten
Redaktion
IT-OnlineMagazin
Flexible Benutzeroberflächen, die man auf die eigenen Tätigkeiten anpassen kann, und die Bedienung von Geschäftsprozessen mit mobilen Endgeräten gehören mittlerweile kostenlos zum SAP-Standard. Das wird die SAP Anwender freuen, denn Benutzeroberflächen haben oft den Ruf, umständlich, überladen und unübersichtlich zu sein. Die zugehörigen Produktnamen heißen SAP Screen Personas und SAP Fiori.
Die User Experience, neudeutsch „UX“, entscheidet darüber, ob die Softwarenutzung Spaß macht oder zu Frust führt. Jan Borchers, Leiter des Lehrstuhls Medieninformatik in der RWTH Aachen, beschäftigt sich seit mehr als zwanzig Jahren mit der Usability von Software und fand folgende wichtigste Defizite heraus: Die Entwickler binden die Anwender nicht mit ein, Softwarebedienung wird nicht als soziale Interaktion verstanden, „Featuritis“ führt zu vielen nicht benötigten Funktionen und Software kann nur unzureichend mit Fehlern umgehen.
Oft wird nur ein geringer Bruchteil des Leistungsumfangs der Software für die eigene Arbeit benötigt. Nicht selten sind bis zu 95% der Softwarefunktionen für die eigene Tätigkeit nicht relevant, verhindern aber oft reibungsloses Arbeiten. Abhilfe will SAP mit ihrem Produkt SAP Screen Personas schaffen:
Jeder Nutzer kann sich seine Bedienoberfläche so gestalten, wie er sie gerne hätte und wie sie für seinen Arbeitsstil und seine Arbeitsschritte am besten geeignet ist. Nicht benötigte Funktionen und Fenster lassen sich ausblenden – auf diese Weise sollen sich insbesondere wiederkehrende Prozesse beschleunigen lassen, wenn jedes Mal viele unnötige Klicks gespart werden können. Für die Desktopnutzung soll die Verarbeitung von Daten aus dem ERP-System vereinfacht werden.
Wenn man Business-Software mit mobilen Endgeräten bedient, ist die Benutzeroberfläche meistens für genau einen Prozess optimiert, beispielsweise um einen Serviceauftrag zu erfassen oder einen Urlaubsantrag freizugeben. SAP Fiori umfasst daher schon mehr als 300 Business Apps, die eine Vielzahl von Business-Prozessen unterstützen und damit Geschäftsinformationen auf mobilen Geräten nutzbar machen. SAP bietet drei unterschiedliche Arten von Apps: Infoblätter (Visualisierung von Informationen), transaktionale Apps und analytische Apps.
SAP Fiori und SAP Screen Personas sind mittlerweile im Lizenzumfang von SAP NetWeaver enthalten und damit ohne weitere Kosten nutzbar – einige Apps setzen allerdings SAP HANA voraus. SAP Anwender können dadurch ihre Oberflächen selbst gestalten und auch mobil nutzen. Noch bis Ende 2014 bietet SAP im Rahmen des „Adoption-Service“ eine Vorort-Beratung, die Kunden bei der Identifizierung von Szenarien helfen soll, für die Oberflächen-Verbesserungen besonderen Sinn machen.
Weiterführende Informationen:
Liste verfügbarer SAP Fiori Apps
Webinar SAP Screen Personas und SAP Fiori: 12. August 2014 um 10 Uhr
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