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SAP Solution Manager 7.2: Das Application Lifecycle Management neu organisieren

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Posted 15. Januar 2018 by Redaktion IT-Onlinemagazin in IT-Leiter

Der SAP Solution Manager 7.2 dient als zentrale Plattform für das Management von Anforderungen aus dem täglichen Betrieb von SAP-Systemlandschaften sowie für die konsequente Weiterentwicklung von SAP-Lösungen. Geschäftsprozesse sind mittlerweile nicht mehr nur in einem System abgebildet, sondern erstrecken sich über verschiedenste Applikationen und Technologien — und müssen auch unter diesem Gesichtspunkt betreut und überwacht werden. Nicht selten ist die Verfügbarkeit der geschäftskritischen Prozesse an 365 Tagen im Jahr und 24 Stunden am Tag unabdingbar.

Ein Autorenteam aus dem Geschäftsbereich „SAP Solution Manager Beratung“ des SAP-Partners SALT Solutions hat ein Praxishandbuch für dieses Produkt bei SAP PRESS herausgebracht. Jan Rauscher, einer der sechs Autoren, erläutert in seinem Gastbeitrag, warum der Solution Manager für SAP-Kunden das Application Lifecycle Management-System der ersten Wahl sein sollte.

 

 

 

Solution Manager 7.2: Alle Managementfunktionen für SAP-Landschaften

Die Version 7.2 des SAP Solution Managers ist seit August 2016 für SAP-Kunden verfügbar. Im Vergleich zur Vorgängerversion, die Ende 2017 aus der Wartung gelaufen ist, hat SAP vor allem in das neue Prozessmanagement, mit der Möglichkeit, Geschäftsprozesse auf Basis von Business Process Model and Notation (BPMN) 2.0 zu modellieren, sowie in die neugestaltete Test Suite investiert. Diese Anwendungen sind komplett webbasiert und bieten umfassende Integrationsmöglichkeiten.

Das Anforderungsmanagement hat als neuer Prozess Einzug in den SAP Solution Manager 7.2 gehalten ebenso wie das Release Management. Die Workcenter wurden durch das neue SAP-Fiori-basierte SAP Solution Manager Launchpad abgelöst.

SAP- Kunden mit einem gültigen Wartungsvertrag können den SAP Solution Manager 7.2 auf einer SAP HANA-Datenbank lizenzkostenfrei zu betreiben. Wer bereits einen SAP Solution Manager in einer früheren Version betreibt, kann diesen über einen Upgradeprozess auf die neue Version 7.2 migrieren.

SAP SolMan 7.2 Vorteile Infografik

Vorteile SAP Solution Manager 7.2. [Quelle: SALT Solutions AG]

 

Prozessmodellierung und Dokumentation

Die neu gestaltete Lösungsdokumentation im SAP Solution Manager 7.2, die nun Bestandteil des Szenarios Prozessmanagements ist, hilft dabei, die Geschäftsprozesse mit den damit einhergehenden technischen Funktionen zu verknüpfen und visuell darzustellen. Auf dieser Basis kann beispielsweise ein Monitoring oder ein Testmanagement für die Geschäftsprozesse aufgebaut werden.

Die Einsatzmöglichkeiten des SAP Solution Managers 7.2 sind vielfältiger als die aller vorangehenden Releases. Durch den Einzug neuer Funktionen, wie zum Beispiel eines grafischen Editors für Geschäftsprozesse auf Basis von BPMN 2.0, können auch komplexe Prozesse gehandhabt und von mehreren Bereichen innerhalb eines Unternehmens bearbeitet werden.

 

IT-Servicemanagement (ITSM)

Die Funktionen des IT-Servicemanagements (ITSM) und Change Control Managements, wie z.B. das Change Request Management, Retrofit oder das Release Management in Verbindung mit dem IT Portfolio- und Projektmanagement (IT PPM) ermöglichen die Bearbeitung von Vorfällen aller Art.

Besonders im Kontext der ITIL-Prozesse, wie dem Incident Management, Problem Management oder Change Management, sowie bei deren Integration und technischer Verzahnung in die Infrastruktur beweist sich die Stärke des SAP Solution Managers 7.2. Hauptziel soll es sein, einen möglichst störungsfreien Betrieb Ihrer SAP-Lösungen sicherzustellen.

Der SAP Solution Manager 7.2 ist im Umfeld Ihrer SAP-Systemlandschaft daher die erste Wahl, wenn Sie sich die Frage stellen, welches Application Lifecycle Management-System am besten integriert in dieser SAP-Welt agieren kann.

 

Fazit und Empfehlungen

Mit dem SAP Solution Manager 7.2 profitieren Unternehmen heute von einer integrierten Lösung für Prozessmodellierung, Implementierung und Betrieb. Vordefinierte Roadmaps und Best Practices für den erfolgreichen Umstieg auf SAP S/4HANA beschleunigen zudem die Digitalisierung von Unternehmensprozessen. Mit der neuen Version 7.2 haben sich die Einsatzmöglichkeiten weiterentwickelt und sind noch vielfältiger geworden.

Ein Mehrwert durch den Einsatz des SAP Solution Managers ergibt sich oft, wenn alle Nutzungsmöglichkeiten und sein gesamter Funktionsumfang berücksichtigt werden. Die Möglichkeit, mit einem Tool ein Monitoring und Alerting mit einem IT-Service-Management und der Verwaltung von Änderungen sowie einem Testmanagement – basierend auf den individuellen Geschäftsprozessen – zu integrieren, ist die Stärke des SAP Solution Managers. Mit seinen umfangreichen Funktionen adressiert der SAP Solution Manager alle Aspekte des Application Lifecycle Managements (ALM) und hilft dabei, die unternehmenskritischen Geschäftsprozesse noch sicherer zu machen.

 

 

 

Drei Fragen an Jan Rauscher:

Jan Rauscher ist Geschäftsbereichsleiter „SAP Solution Manager“ bei der SALT Solutions AG.

Herr Rauscher, was ist das besondere an Ihrem Praxishandbuch?

Jan RauscherEs ist aus der Nutzerperspektive von SAP- und ITIL-zertifizierten Experten mit langjähriger Erfahrung geschrieben. Das praxisorientierte Arbeitsbuch gibt dabei aus der Anwenderbrille praktische Anleitungen, Expertentipps oder anschauliche Use Cases.

Wir möchten Unternehmen an unserem Know-how teilhaben lassen, damit sie das Beste aus diesem exzellenten, aber auch sehr umfangreichen SAP-Produkt herausholen können. Nur wer die kleinen und großen Kniffe kennt, wird am Ende vom SAP Solution Manager 7.2 maximal profitieren können.

 

Warum legen Sie SAP-Kunden den Einsatz des SAP Solution Managers nahe?

Für Unternehmen birgt das Release SAP Solution Manager 7.2 ein großes Wertschöpfungspotenzial, denn durch das neue Prozessmanagement können nun alle Funktionalitäten des SAP Solution Managers – basierend auf den unternehmenseigenen Geschäftsprozessen – effizient genutzt werden. Damit ist es möglich, sowohl die kontinuierliche Weiterentwicklung als auch Innovationen entlang den Geschäftsprozessen zu treiben.

Da der SAP Solution Manager für SAP-Kunden lizenzkostenfrei und für Wartungsaktivitäten an den SAP-Systemen installiert und bereits vorhanden ist, müssen die gewünschten Funktionalitäten nur noch eingerichtet werden.

Mit SAP S/4HANA vor der Türe, findet man im SAP Solution Manager 7.2 das ideale Werkzeug, um den Umstieg optimal vorzubereiten. Damit steht den Unternehmen eine Plattform zur Verfügung, die ihnen dabei hilft, die Geschäftsprozesse umzugestalten und so den Leistungsumfang von SAP S/4HANA besser auszuschöpfen.

 

Mit welchen der vielen Funktionen sollte man starten — welche sind eher „nice-to-have“?

Ein größtmöglicher Nutzen ergibt sich, wenn die Geschäftsprozesse des Unternehmens im SAP Solution Manager dokumentiert sind. Das Prozessmanagement ist Voraussetzung für die Nutzung beispielsweise des Testmanagements oder für das Geschäftsprozess Monitoring.

Ein schneller ROI lässt sich rechnen, wenn man ein bestehendes Tickettool, welches zusätzliche Lizenzgebühren und teils aufwändige Schnittstellen kostet, durch die Funktionen des IT-Servicemanagements (ITSM) im SAP Solution Manager ablöst.

Hat man oft mit Überholern oder gar Produktivstillstand zu kämpfen, wenn Änderungen produktiv gesetzt werden, oder ist man gegenüber Wirtschaftsprüfern und der Revision nicht voll auskunftsfähig, bietet sich das Change Request Management (ChaRM) mit seinem Workflow für die Verwaltung von Änderungen zum Starten an. Hierüber können SAP-Transporte durchgängig revisionssicher und mit der Unterstützung von Downgrade-Protection und weiteren Funktionalitäten wie ein mehrstufiges Genehmigungsverfahren, das Einhalten eines 4-Augen-Prinzips, etc. zentral gesteuert werden.

Eine „nice-to-have“ Funktionalität gibt es so meiner Meinung nach eigentlich nicht im SAP Solution Manager. Je nach Aufgaben und Größe der IT-Abteilung machen bestimmte Funktionalitäten beim jeweiligen Kunden mehr Sinn als andere.

Grundsätzlich kann man mit einer Funktionalität starten und diese dann im Laufe der Zeit immer mehr mit weiteren Funktionalitäten im SAP Solution Manager integrieren — je nach Anforderung und Bedürfnissen des Kunden. Hier unterstützen wir mit unserer Erfahrung, eine geeignete Roadmap zu erstellen.

Nutzt man bereits eine Vorgängerversion, haben wir einige Empfehlungen für den Umstieg auf den SAP Solution Manager 7.2 gesammelt.

 

 

 

Weiterführende Informationen:

SAP Solution Manager 7.2: Vorteile und Nutzen

 

 

 

Leseprobe, Inhaltsverzeichnis und Bestellmöglichkeit:

Praxishandbuch SAP Solution Manager
Bechler – Hömer – Markert – Michel – Rauscher – Steinsberger
79,90 Euro – ca. 800 Seiten im Rheinwerk Verlag

 

Titelfoto Buch: Rheinwerk Verlag | Sonstige Bilder und Grafiken: SALT Solutions AG

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