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Wie manage ich S/4HANA on-premise und in der Cloud?

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Posted 24. Juli 2018 by Redaktion IT-Onlinemagazin in IT-Leiter

Das Management hybrider Landschaften stellt neue Anforderungen an SAP- und IT-Abteilungen. On-premise und Cloud-Komponenten müssen aufeinander abgestimmt werden, wenn Ende-zu-Ende Prozesse funktionieren sollen.

Wir fragten Sandra Apflauer, Presales Team Lead Innovation Strategies (Micro Focus), welche Herausforderungen auf die SAP-Basis zukommen, welche Antwortmöglichkeiten es gibt, wo Automatisierung besonders gut funktioniert und wann man mit Optimierungen im SAP-Betrieb beginnen sollte.

Das Thema wird während der Onlinekonferenz „Ihr Weg nach SAP S/4HANA“ ausführlich in einem Expert-Talk besprochen. Im Rahmen der Onlinekonferenz werden viele verschiedene grundlegende Fragestellungen (Strategie, Sicherheit, Compliance, Schulungen, Orchestrierung, Betrieb, Backup & Recovery, Testmanagement, Eigenentwicklungen, Stammdatenmanagement u.v.m.) zur Vorbereitung und Durchführung einer SAP S/4HANA Migration behandelt.

 

Frau Apflauer, welche Herausforderungen kommen auf den SAP-Betrieb zu?

Sandra ApflauerSandra Apflauer: Die Digitalisierung markiert nicht nur den größten Wandel unseres Wirtschaftens seit der industriellen Revolution, sondern sie erzeugt für die heutige Geschäftswelt auch einen in dieser Form noch nie dagewesenen Wettbewerbsdruck. Unternehmen müssen ihre Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodelle diesem Wandel anpassen.

Demzufolge wird heute zunehmend von der IT erwartet, neben der Gewährleistung des stabilen und sicheren IT-Betriebs, mehr und mehr als Business Innovator zu agieren und die Rolle des Technologieberaters zu übernehmen. Im Spannungsfeld hohen Kostendrucks, steigender Heterogenität der IT-Landschaften und dem SAP-Generationswechsel sieht sich die SAP Basis auch noch mit der Aufgabe konfrontiert, mehr Flexibilität und kürzere Markteinführungszeiten zu erzielen und mit Hilfe modernster Technologien zu treiben.

 

… und welche Antwortmöglichkeiten sehen Sie?

Die DSAG hat bereits im Jahr 2016 mit der Handlungsempfehlung „Die SAP-Basis von morgen“ einen ganzheitlichen und pragmatischen Ansatz für die Modernisierung der SAP-Basis veröffentlicht und Handlungsempfehlungen ausgesprochen, wie man den SAP-Betrieb und die SAP-Infrastrukturen ins digitale Zeitalter bringen kann. Die Schaffung von Standards bei tagtäglichen Routineaufgaben wird dabei als eine Kern-Komponente und Grundvoraussetzung für die Automatisierung und für die Etablierung einer serviceorientierten Umgebung und eines digitalen Marktplatzes definiert.

Die Implementierung dieser Standards durch Automatisierungswerkzeuge unterstützt das hohe Tempo in der IT-Organisation, verringert zeitraubende manuelle Schritte oder wiederkehrende Tätigkeiten und schafft die Voraussetzung für die Nutzung modernster Technologien beispielsweise Cloud Services, Big Data und Machine Learning. Prozessbezogene Anwendungsbeispiele und vorgefertigte Inhalte liefern hier bereits einen sehr hohen Reifegrad, extrem kurze Implementierungszeiten und einen schnellstmöglichen Return of Investment.

 

Welche Routineaufgaben lassen sich besonders gut automatisieren?

Das Spektrum umfasst die durchgängige Service Erbringung in der SAP Basis und die Möglichkeit die Durchführung vollautomatisch bzw. durch weniger erfahrene IT-Mitarbeiter bzw. LOB ablaufen zu lassen. Damit gelingt es auch, in der SAP Basis Freiräume für innovative Projekte zu schaffen, wie die Umstellung auf SAP S/4HANA. So kann man beispielweise mit Go4SAP schnell, einfach, leicht und intelligent auf Knopfdruck

  • komplette SAP Installationen – Standard- oder verteilte Netweaver SAP-Systeme, neue SAP HANA und S/4HANA Umgebungen – provisionieren und de-provisionieren
  • Ganze SAP Workloads in hybriden Umgebungen einfach und schnell verschieben, beispielsweise von der Public Cloud wieder in das eigene Data Center, oder das Auslagern vom eigenen Data Center zu einem Service Provider
  • im SAP User- und Schnittstellenmanagement tägliche Routineaktivitäten, wie beispielsweise das Verwalten von SAP-Benutzern, Logon-Gruppen und RFC-Aktionen als Service automatisiert ablaufen lassen
  • im Applikations-Lebenszyklus SAP-Clients und SAP-Systeme kopieren
  • SAP Solution Manager und SAP Landscape Management sowie 3rd Party Werkzeuge, wie Monitoring und Backup, im Lebenszyklus managen und integrieren

 

Kann das die Flexibilität bei der Wahl, wo entwickelt und wo betrieben wird, erhöhen?

Auf jeden Fall, beispielsweise „Entwickeln in der Cloud“ und „Betreiben im eigenen Data Center“ oder das Verschieben von Workloads, je nach Bedarf. Gerade bei S/4HANA-Neueinführungen wird aufgrund des Technologiesprungs meist von einem Greenfield- Ansatz ausgegangen.

Speziell in großen Unternehmen, wo viele verschiedene Abteilungen in einen solchen Prozess involviert sind, dauert eine solche Umstellung bzw. das Roll-out der SAP HANA Infrastruktur — trotz einiger bereits verfügbarer Automatisierungsmechanismen — in der Regel immer noch zwischen vier bis sechs Wochen und einer reinen Arbeitszeit von gut sechs Stunden. Mit dem Micro Focus Go4SAP Programm kann der Arbeitsaufwand auf ein Minimum reduziert werden, auf fünf Minuten reine Arbeitszeit, um das SAP S/4HANA System per Knopfdruck im Katalog auf einem konsolidierten Marktplatz-Portal zu bestellen.

Die Durchlaufzeit beträgt dann, je nach Größe des zu installierenden Systems, zwischen zwei bis sechs Stunden. Dabei kann der Kunde, je nach Bedarf und Angebot, entweder auf die eigene Infrastruktur oder über hybride und dynamische Service Designs und die Cloud Broker Funktion in jegliche Public oder Managed Private Cloud Umgebung installieren, entwickeln und testen.

Sollte dann der Betrieb on- premise gewünscht sein, lassen sich ganze SAP Workloads auf Knopfdruck wieder in-house verschieben oder zu einem Anbieter mit lokalem Hosting. Das enorme Einsparpotenzial sowie jegliche Flexibilität liegen damit klar auf der Hand.

Die Basis und der IT-Betrieb sollen von agilen Methoden profitieren, sie müssen in der Lage sein, Cloud Lösungen nutzen zu können, um der Volatilität und dem Wandel der Märkte zu kontern.

 

Wie lange vor der produktiven S/4HANA-Nutzung sollte man diese Betriebs- und Optimierungsfragen für sich klären?

Automation bleibt ein Dauerthema für die Unternehmen. Es gibt zwei Optionen: Mit der S/4HANA-Migration und der Entscheidung für das Betriebsmodell darüber nachdenken und automatisieren … oder besser:

Unabhängig vom Zeitpunkt der S/4HANA-Migration bereits vorher die Automatisierung und deren Vorteile nutzen. Mit Micro Focus Go4SAP erhöht man die Flexibilität für den Einsatz hybrider Landschaften, den wirtschaftlichen Betrieb und bereitet die IT-Organisation auf den anstehenden Wandel vor.

 

Was wird für Sie in den kommenden 12 Monaten das dominierende Thema in der SAP-Community?

SAP-Basis im Wandel: Wie kann man hybride SAP-Landschaften automatisiert managen? 

 

Vielen Dank für das Gespräch.

Die Fragen stellte Helge Sanden, Chefredakteur des IT-Onlinemagazins.

 

 

 

In einem Expert-Talk zur Onlinekonferenz „Ihr Weg nach SAP S/4HANA“ berichtet Robert Kreher (Micro Focus) über das Management hybrider Systemlandschaften, bestehend aus neuen Lösungen und Legacy-Systemen, mit Cloud- und on-premise-Komponenten und diskutiert mit Helge Sanden (IT-Onlinemagazin) über Praxisbeispiele von Unternehmen aus der Automobilbranche.

Sie können kostenfrei an dieser Onlinekonferenz mit diversen „Expert-Talks“ rund um S/4HANA-Migrationen teilnehmen und alle Beiträge live (10.09. – 12.09.18) oder als Aufzeichnung verfolgen.

Programm-Onlinekonferenz-2018

Sie haben eine Frage zu diesem Thema? Senden Sie Ihre Frage an die Redaktion, dann bauen wir diese gerne in den Expert-Talk ein.

 

 

 

 

 

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