SAP-Community Executive Summary | Ausgabe 3 | September 2020

Im IT-Onlinemagazin „SAP-Community Executive Summary“ (hier abonnieren) fassen wir einmal im Monat kompakt Ereignisse und Trends der SAP-Community zusammen.

Wir lassen wichtige Branchenvertreter zu Wort kommen und wollen Diskussionsstoff und Impulse liefern. Diesmal lautet unser Leitthema: „Wie entwickelt sich die Marktlage für SAP- und IT-Professionals?“. Vertreter von SAP-Anwenderunternehmen und SAP-Partnern kommen zu Wort.

Was tut sich bei SAP?

Während der Urlaubszeit gab es zwei interessante Bekanntmachungen von SAP:

Die Quartals- und Halbjahresergebnisse 2020 sind sehr positiv ausgefallen und zeigen, dass der Umbau zum Cloud-Anbieter fortschreitet. Mehr als 30 Prozent der Erlöse kommen mittlerweile über Cloudangebote. SAP scheint sehr robust aufgestellt zu sein, denn negative Corona-Auswirkungen sind aktuell in den Zahlen nicht erkennbar. Christian Klein will zudem das Partnernetz für die Business Technology Platform ausbauen, um SAP-Lösungen funktional zu ergänzen.

Qualtrics soll an die Börse gebracht werden, SAP will Mehrheitsaktionär bleiben und das Angebot unabhängiger von den eigenen Lösungen vermarkten. Hinter dem Börsengang dürfte jedoch auch die Idee stecken, sich einen Teil des hohen Kaufpreises im günstigen Moment zurück zu holen.

 

Was tut sich bei SAP-Kunden?

In den nächsten drei Jahren sehen CIO ihre wichtigste Aufgabe darin, die eigene SAP-Strategie zu aktualisieren (34 Prozent), digitale Geschäftsmodelle umzusetzen (24 Prozent) und die IT-Organisation agiler zu machen (17 Prozent). Das sagen die Ergebnisse unseres Stimmungsbarometers.

In vielen Unternehmen dürften demnach in Bezug auf Skills, Technologie, Organisation und Prozesse vergleichsweise große Veränderungen anstehen.

 

Langfristige Entwicklung von Unternehmen in der SAP-Community

Wir wollen langfristig die Entwicklung börsennotierter Unternehmen verfolgen, die ihr Geschäft vorrangig mit SAP bestreiten. Deshalb haben wir am 01.06.2020 – rein virtuell – je 100 Euro in folgende Aktien investiert und verfolgen langfristig deren weitere Entwicklung. Das wäre bis jetzt aus den 100 Euro geworden:

ALL FOR ONE STEEB AG 123,76 Euro
KPS AG 97,32 Euro
QSC AG 100,00 Euro
REALTECH AG 85,80 Euro
SAP SE 121,48 Euro
SNP Schneider-Neureither & Partner SE 127,82 Euro

(Stand 31.08.2020 – 10:07 Uhr)

Dieser Beitrag stellt keinerlei Empfehlung zum Kauf oder Verkauf dieser Aktien dar. Für die Richtigkeit der Daten wird keine Haftung übernommen. Fehlt eine wichtige Aktie? Bitte senden Sie uns eine Nachricht.

 

Wie entwickelt sich die Marktlage für SAP- und IT-Professionals?

Unternehmen und Geschäftsmodelle, und mit ihnen die SAP- und IT-Landschaften, befinden sich in einem Wandel. Damit verändern sich auch die Anforderungen an SAP- und IT-Professionals. Ferner beobachten wir einen Technologiewandel, viele bevorstehende S/4HANA-Migrationen, grundlegend neue Möglichkeiten zur Digitalisierung und Datennutzung, mögliche dunkle Wolken durch Konjunktursorgen und das nahende Rentenalter für „Silberrücken“.

 

Wie entwickelt sich vor diesem Hintergrund die Marktlage für SAP- und IT-Professionals? Ich habe einige Vertreter von SAP-Anwenderunternehmen und SAP-Partnern um ihre persönliche Meinung gebeten:

 

Thomas Henzler (CIO | Piller Blowers & Compressors):

„Berater und auch Anwender befinden sich im SAP-Universum aktuell „zwischen den Welten“. Sie müssen die klassische SAP ERP-Welt bedienen/beraten und zeitgleich auch das „neue“ Produkt S/4HANA. Hinzu kommen Verschiebungen oder Ergänzungen im Produktportfolio, zum Beispiel im Bereich C/4HANA mit der Sales & Service Cloud, deren Lösungsarchitektur einen klassischen Prozess aus dem ERP vollständig anders aussehen lassen kann. Die Updatezyklen der SAP Cloud-Anwendungen und die großen Veränderungen mit jedem S/4HANA-Update verlangen ständige Aufmerksamkeit der SAP Professionals. Sie müssen (zumindest im Beratungsumfeld) häufig Kunden mit einem R/3-System beraten und zeitgleich aber auch S/4HANA verstehen und umsetzen können, ohne einfach ein R/3 auf S/4HANA abzubilden — und damit die Möglichkeiten von S/4HANA nicht auszuschöpfen.

Im Rahmen unserer S/4HANA-Einführung und auch nach diversen Optimierungsprojekten, ist der Eindruck entstanden, dass SAP-Professionals weniger Schwierigkeiten mit der Philosophie von S/4HANA und auch Fiori haben, wenn sie weniger Vorerfahrung mit R/3-Lösungen hatten.

Durch die Wartungsverlängerung der SAP werden nach wie vor und noch eine Weile beide Profile gefragt sein. Auch wenn es durch die aktuelle Corona-Krise sicherlich kurzfristig einen gewissen Einbruch an der Nachfrage nach SAP-Professionals gibt, bleiben die Herausforderungen, welche es auch vor der Krise bereits gab, bestehen. Zur Hochzeit der Corona-Krise war es flexibler möglich, SAP Professionals zu gewinnen — besonders Freelancer, die von kurzfristig gestoppten Projekten berichteten. Inzwischen ist aber wieder eine Zunahme an Anfragen zu bemerken.

Meine persönliche Meinung ist, dass das Profil eines SAP Professionals zukünftig noch komplexer und gefragter sein wird. Die Integrationsbemühungen der SAP auf technischer Ebene müssen auch in der Beratung und Umsetzung Beachtung finden. Sprich ein Berater darf nicht nur ein Modul sprechen, sondern er muss die SAP-Philosophie des „intelligenten Unternehmens“ verstehen und in seinem Ende-zu-Ende-Prozess umsetzen können. Dies setzt am Beispiel Vertrieb und Service voraus, dass er über Kenntnisse in den unterschiedlichen Sales-Tools (S/4HANA und auch SAP CX-Suite) verfügt, um einen durchgängigen Prozess modellieren und umsetzen zu können. Aus eigener Erfahrung mussten wir lernen, dass hier schnell sehr viele unterschiedliche Personen mitwirken, die alle Experten in ihrem eigenen Bereich sind, was aber nicht unbedingt förderlich für einen Ende-zu-Ende-Prozess ist.“

Holger Wüsthoff (Global Head of IT | Lohmann):

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„Die zunehmende Digitalisierung von Geschäftsprozessen und die deutlich steigende Anzahl der SAP S/4HANA-Implementierungen haben schon seit geraumer Zeit eine hohe Nachfrage an IT-, bzw. SAP-Professionals ausgelöst. Vor diesem Hintergrund sind gut qualifizierte IT-Mitarbeiter für die Umsetzung der Digitalisierungsstrategien der Unternehmen wichtiger denn je.

Das Angebot von Beraterkapazitäten mit S/4HANA-Expertise hat sich zwischenzeitlich verbessert.
Aber gerade für kritische Geschäftsprozesse, wie beispielsweise die Entwicklung, Produktion und der Vertrieb von technischen Produkten, ist die interne Expertise unerlässlich. Schließlich machen diese einen großen Anteil des Erfolgs aus — und sind somit nicht als Standard oder Best Practice verfügbar.

Die fortlaufende Qualifikation für IT-Professionals ändert sich zusehend von eher technischen Aufgaben, wie Systemparametrisierung und Entwicklung hin zu Prozessgestaltung, Training und Analysen von Prozessdaten. Geeignete Systemfunktion kann man heute herstellerseitig erwarten, aber die Orchestrierung der Funktionen zu einem effizienten Ende-zu-Ende Prozess macht den Projekterfolg aus. Somit ist eine hohe Expertise an Branchen- und Bereichsspezifika sehr wesentlich.

Ähnliches gilt für den Umgang mit Daten und Analysen. Reichte es früher oft aus dem Anwender Listen mit Vorgangsbezug zur Verfügung zu stellen, sind heute interaktive Dashboards mit steuernden Prozessinformationen im Einsatz. Die Gestaltung dieser Werkzeuge als auch die Interpretation von Geschäftsdaten ist somit eine wesentliche Fähigkeit geworden.

Schließlich bleibt die Frage, wieviel technologisches Wissen in der veränderten — oftmals Cloudbasierten — Umgebung erforderlich ist. Wahrscheinlich mehr denn je, aber viel verteilter in hochspezialisierten Entwicklungsumgebungen. Heute müssen Aufgaben, die in der Vergangenheit durch einen Mitarbeiter erledigt worden sind, oftmals durch mehrere Bereiche umgesetzt werden. Damit ist das Profil des Generalisten wohl vollständig dem des Spezialisten gewichen und eher nicht mehr inhouse realisierbar.

Zusammengefasst bedeutet die Digitalisierung für IT-Professionals eine deutliche Transformation vom klassischen Entwickler individueller Funktionen hin zum Business Partner und Prozessberater mit hohen analytischen Skills.“

Otto Schell (CEO / Founder | Institute für Global Digital Creativity and Relevance):

„Es geht bei Themen wie S/4HANA nicht um den Selbstzweck, sondern um Weichenstellungen mit klarem Bezug, entweder auf real-time Cases (IoT/Organisations-Veränderung/Geschäftsmodelle) oder Konvertierung bestehender Prozess-/System-Landschaften als Vorbereitung für diesen Transfer.

Damit stellt sich auch die Frage, ob man organisatorische Veränderungen zum Beispiel über die neuen Datenmodelle oder Technologien, wie Machine Learning, zulässt. Damit einhergehend wird sich zeigen müssen, inwiefern Unternehmen auch andere Plattform-Lösungen oder Netzwerke zulassen. Unternehmen werden sich entscheiden müssen: Flexibilität vs. Besitz.

Wenn man die Situation realistisch wiedergibt, ist das derzeitige SAP Eco-System, sowohl in den Landschaften also auch in den Beteiligten „Legacy“. Unsere Sprache bewegt sich in klassischen Terminologien wie Migration, Brownfield oder Greenfield. Unsere CCoE sind noch nicht in der Lage Transformation zu begleiten und damit Einfluss auf Architekturen zu nehmen.

In vielen Unternehmen haben wir sehr viele Altsysteme im Einsatz, die nicht real-time fähig sind. Das heißt auch, dass wir einem strukturellen Problem entgegen gehen, was auch Investitionsdiskussionen aus der Tabu-Zonen nehmen muss.

Aus diesem Dilemma kann man nur kommen, wenn man parallele Programme fährt, die zum Stabilisieren und Sicherstellen … und parallel die zur Vorbereitung des Transfers, wenn man ihn denn will. Ihn wollen heißt auch: Sich eingestehen, dass derzeit profitable Geschäftsmodelle auslaufen oder nicht zukunftsfähig sind.

Ohne diesen parallelen Ansatz wird man auch wenig Chancen haben, sie der Frage der Skills zu stellen. Natürlich zählt das Argument, dass man ohne die richtigen Skills nicht so weit gekommen wäre. Auf der anderen Seite lassen sich vermeidliche Königreiche auch nicht aufbrechen, wenn man sie nicht fordert. Und zunehmend wird neben klassischen technischen Skills auch Business–architektonisches Know-How mit dem Ende-zu-Ende Blick benötigt, gepaart mit Soft-Skills, die schnelle, variable situationsbezogene Adoptionen bedingen.

Technisch wären wir auf dem Stand, intelligent in Netzwerken zu agieren. Der Markt ist aber gewohnt, immer die Lösung für den nächsten Schritt und nicht die übernächste Generation anzubieten, also Geschwindigkeit.

Von daher tun im Moment alle Beteiligten gut daran, aus ihren Denkmustern heraus zu gehen und ihre tatsächliche Marktreife zu überlegen. Von einer on-premise-Sicht in eine offene Welt ist schwieriger als umgekehrt.“

Thomas Latajka (Geschäftsführer | valantic ERP Services)

„Wir stellen fest, dass sich die Marktlage für SAP- und IT-Professionals aktuell in zwei grobe Richtungen entwickelt: Einerseits sehen wir Branchen, in welchen Budgets massiv gekürzt und SAP-Projekte gestoppt, eingefroren oder verschoben werden. Das schlägt auch für Professionals die ein oder andere Karrieretür zu, wenn es um Weiterentwicklung oder attraktive Projekte geht. Ich gehe davon aus, dass uns das mittelfristig noch beschäftigen wird. Gerade jetzt merken viele, wie wichtig es ist, wenn zum Beispiel SAP-Beratungsunternehmen möglichst divers in ihren Projekten aufgestellt sind und ihre Beratungs- und Entwicklungsteams flexibel einsetzen können.

Andererseits stehen SAP- und IT-Professionals heute und in Zukunft vor unfassbar vielen Möglichkeiten. Sich verändernde Geschäftsmodelle, neue Technologien und der Fachkräftemangel haben auch die Weiterentwicklungsmöglichkeiten für IT-Experten vervielfacht. Es bleibt die Herausforderung, dass nicht mehr jeder alles machen kann und sollte. Das war schon in der Vergangenheit ein großes Thema, spitzt sich aber immer weiter zu. Der Punkt ist: Wir müssen neue technologische Möglichkeiten und das Wissen darum so kanalisieren, dass aktuelle und kommende Generationen von SAP- und IT-Professionals genauso wie die Unternehmen gezielt davon profitieren in der Zusammenarbeit.

Früher – und teilweise auch heute noch – gab es mehr Inseldenken bei Unternehmen und SAP-Beratungen. Auch wir bei valantic haben das als wichtiges strategisches Thema erkannt. Wir setzen auf Expertenteams, die dynamisch auf die jeweilige Anforderungssituation unserer Kunden entlang der gesamten Wertschöpfungskette zugeschnitten werden. Heute brechen insbesondere die Beratungen im Rahmen ihrer IT-Projekte viele verfestigte Strukturen in Unternehmen auf. Das ist in der Regel ein langwieriger Veränderungsprozess.

Aber warum ist das so wichtig? Einmal geht es darum, mittelfristig nicht zu viel an Wissen zu verlieren, wenn IT-Spezialisten ausscheiden und nicht mehr greifbar sind. Dazu kommt, dass der Bedarf an Experten weiter zunehmen wird – bei steigendem Fachkräftemangel. Und last but not least: Fachkräfte werden sich immer mehr an Unternehmen binden, die mit einer guten Work-Life-Balance eine Antwort haben auf die heutige VUCA-Welt aus Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität. Spätestens seit der Coronavirus-Pandemie ist VUCA ein sehr greifbarer Begriff aus der Realität geworden, den wir alle weiter ernst nehmen und ein möglichst hohes Maß an Achtsamkeit und Orientierungsmöglichkeiten gegenüberstellen sollten.“

Dr. Michael Fuchs (CEO dr. Fuchs Senior Advisors/ dr. Fuchs Personalberatung):

Michael Fuchs

„Die Presse schrieb noch im Januar, dass S/4HANA nun endgültig im Markt angekommen sei. Damit schien eine weiterhin florierende Ära für den Stellenmarkt rund um SAP eingeläutet. Corona hat uns wenige Wochen später eines Besseren belehrt und die Verletzlichkeit etablierter Industrien, bewährter Geschäftsmodelle und davon abhängiger Beratungsleistungen aufgezeigt. Die Krise macht Versäumnisse und Missstände transparent, auch in Bezug auf die aktuell tatsächlich notwendige „Skill-Expertise“ am Markt.

Wie immer gibt es dabei Gewinner und Verlierer. In unserer Kunden-Advisory Rolle nehmen wir wahr, dass S/4HANA-Projekte durchaus als digitales Rückgrat gesetzt sind, zunehmend aber der finanzielle Business-Case die Umsetzungsgeschwindigkeit und -reihenfolge, oder sogar die derzeitige Machbarkeit bestimmt. Schneller ROI und digitale Readyness sind Schlüssel. Zudem wird gefordert SAP-Projekte kleiner, agiler und Cloud-affiner umzusetzen.

Tatsächlich spiegelt sich dies dann auch in der aktuellen Nachfrage bei der Personalbeschaffung im Markt wider. Hoch im Kurs stehen Architekten-Rollen: Prozess-, Daten-, Integrations-Architekten, aber auch technische Architekten mit S/4HANA-Expertise sind überall gesucht und knapp am Markt. Gleiches gilt für wirklich erfahrene S/4HANA-Projektleiter und Programm-Manager. Des Weiteren generiert der Digitalisierungsfokus neue Bedarfe. Standen in den letzten Jahren CDOs im Mittelpunkt, so ist aktuell ein klarer Schwerpunkt bei der Suche nach Experten für KI, Machine-Learning und generell Software-Entwicklung zu erkennen.

Zusammenfassend sehe ich derzeit eine spürbare Markt-Bereinigung auf Rollen mit starker Expertise in neuen SAP- und generell Digitalisierungs-Themen, während klassische Me-too Rollen in der IT an Nachfrage verlieren. Diese werden vermehrt durch Insourcing, also interne Besetzungen flankiert mit Schulungen, besetzt.

Positiv formuliert, bereinigt sich aus meiner Sicht der überhitzte Markt für SAP- und IT-Professionals der letzten Jahre und konzentriert sich auf Rollen mit klarem Wertschöpfungsfokus. Diese Rollen werden dann momentan trotz Corona auch intensiv besetzt, denn die heute aufgeschobenen SAP-Projekte sind in der Regel aufgehoben. So gesehen steckt auch in dieser Krise eine wahre Chance!“

Meine Meinung:

Helge Sanden IT-Onlinemagazin

„Die SAP-Community ist aus verschiedenen Gründen ein Eldorado für Beruf und Karriere: Wer SAP-Professional ist, kann sich beruflich jederzeit verändern, weil er mit SAP-Knowhow über eine der wichtigsten Basisqualifikationen verfügt. Wir erinnern uns: Bei rund 70 Prozent aller geschäftlichen Transaktionen ist eine SAP-Lösung beteiligt.

Und wer SAP-Professional werden will, kann sich in einer fachlichen Bandbreite austoben, die ihresgleichen sucht. Und man nutzt auch den Vorteil eines Ökosystems, in dem sich die meisten „Silberrücken“ mit ihrem bisher aufgebauten Knowhow voraussichtlich bis in die Rente retten können – und daher nicht mehr grundlegend neue Dinge lernen müssen oder wollen. Wer hier in die neueren zukunftsorientierten Wachstumsthemen mit Zeitgeist einsteigt, beispielsweise Cloud-Management, Cloud-Entwicklung, bei Datenanalysen, Cyber-Security, KI oder ML, dürfte in den nächsten Jahren bei SAP-Partnern und SAP-Kunden gleichermaßen gefragt sein. Zudem steigt der Knowhow-Bedarf in den Fachabteilungen über die Jahre kontinuierlich an, was die Tätigkeitsfelder kontinuierlich erweitert.

Ich vermisse oft eine Ende-zu-Ende Denkweise, bei der reines Expertenwissen mit dem Blick über den Tellerrand hinaus ergänzt wird – wer diese Denkweise mitbringt, hatte schon in der Vergangenheit Vorteile – das wir sich mit steigender Komplexität noch verstärken. Der anstehende Wandel in den IT-Organisationen, bei den SAP-Architekturen und digitalen Prozessen braucht aus meiner Sicht dringend das Zusammenspiel der unterschiedlichen Generationen von Professionals und das Zusammenwachsen von Fachabteilung und IT. Reverse Mentoring, also alt lernt von jung, ist nur ein Beispiel wie diese Veränderungsprozesse gelingen können.

Betätigungsfelder gibt es im SAP-Ökosystem in den nächsten Jahren mit Sicherheit mehr als genug! Wetten?“

 

Herzliche Grüße

Helge Sanden (Herausgeber IT-Onlinemagazin)

 

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