DSAG: Cloud-Lösungen von SAP gewinnen deutlich an Relevanz

SAP On-Premises Lösungen bleiben auch für zukünftige IT-Landschaften am relevantesten. Cloud-Lösungen gewinnen weiter an Bedeutung, die von SAP dürften am meisten zulegen. Das sind einige Ergebnisse einer DSAG-Umfrage in DACH, Amerika und Japan, die heute bei Jahreskongress in Leipzig veröffentlicht wurden. Aber es gibt auch Trends, die nachdenklich machen.

15% können bei Veränderungen nicht mehr mithalten

15 Prozent der Teilnehmenden geben an, mit den Veränderungen, wie Digitalisierung, Transformation und der politischen Zeitenwende nicht mehr Schritt halten zu können. Als Gründe werden Mangel an Ressourcen, hohe Komplexität der Business-Transformation und fehlende Veränderungsbereitschaft genannt. Für die IT-Abteilungen der DACH-Unternehmen liegen die Hindernisse insbesondere im Mangel an internen Fähigkeiten und Personal (63 Prozent), in der Komplexität von IT-Umstellungen (53 Prozent) sowie in Kostenzwängen (42 Prozent).

71 Prozent gelingt das Schritthalten mit Veränderungen nach eigenen Angaben einigermaßen, bei 14 Prozent problemlos. Diese Unternehmen verfügen über qualifizierte und motivierte Mitarbeitende, ausreichende Ressourcen, flexible Organisationen und schnelle Entscheidungswege sowie den vom Management getragenen Willen zur Veränderung.

„Die Fähigkeit der Unternehmen, mit der Geschwindigkeit des Wandels mithalten zu können, steht und fällt mit dem Faktor Mensch“, fasst Jens Hungershausen, Vorstandsvorsitzender der DSAG, zusammen. Um mit Veränderungen Schritt halten zu können, müssen auch IT-Abteilungen und IT-Landschaften angepasst werden.

 

SAP hat führende Rolle bei Transformation

Für die DSAG-Mitglieder ergibt sich aktuell folgende Reihenfolge der wichtigsten Softwareanbieter für die Bewältigung der Veränderungen: SAP liegt vor Microsoft, gefolgt von Oracle, Salesforce sowie Amazon Web Services und Google.

SAP-On-Premises-Lösungen haben für die derzeitigen IT-Landschaften bei 93 Prozent der befragten DSAG-Mitgliedsunternehmen eine hohe und mittlere Bedeutung, bei Non-SAP-On-Premises-Lösungen sind es 75 Prozent. Non-SAP-Cloud-Lösungen haben für 61 Prozent eine hohe und mittlere Bedeutung, die SAP-Cloud-Lösungen kommen auf 42 Prozent.

 

Deutliche Zuwächse für SAP Cloud-Lösungen

Für die zukünftigen IT-Landschaften der Unternehmen haben SAP-On-Premises-Lösungen für 85 Prozent eine hohe und mittlere Relevanz. Sehr deutlich steigt die Wichtigkeit der Cloud-Lösungen von SAP auf 77 Prozent und zieht damit gleichauf zu den Cloud-Lösungen anderer Anbieter. Non-SAP-On-Premises-Lösungen folgen mit 67 Prozent.

 

DSAG-2022-Bedeutung-Softwarelösungen-Cloud-On-Premises

 

„Die Bedeutung von SAP-On-Premise-Lösungen wird zwar weiter abnehmen, aber dennoch auf einem hohen Niveau verharren. Da aber die SAP-Cloud-Lösungen gleichzeitig wichtiger werden, bestätigt dies die Tendenz, die wir bereits seit ein paar Jahren beobachten: Die Zukunft ist hybrid!“, so Jens Hungershausen. Dabei sei es wichtig, so der Vorstandsvorsitzende weiter, dass die Unternehmen von SAP mit entsprechend durchgängigen und bezahlbaren Szenarien auf der Basis adäquater Lizenz- und Datenmodelle sowie Prozessen unterstützt werden.

Der Trend überrascht nicht: On-Premises-Lösungen verlieren an Bedeutung und Cloud-Lösungen gewinnen an Bedeutung – sowohl im SAP- als auch im Non-SAP-Bereich. Überraschender für SAP dürfte jedoch sein, dass weiterhin 85 Prozent ihre Zukunft On-Premises sehen. Man muss in diesem Kontext die Frage stellen, ob die Herstellerstrategien (alle namhaften Hersteller setzen konsequent auf die Cloud (cloud-first/cloud-only)) zur Veränderungsbereitschaft der Kunden passt – oder: ob Unternehmen sich schneller verändern müssen.

 

Wünsche der DSAG an SAP

Von SAP wünscht sich die DSAG transparente, flexible und skalierbare Cloud-Verträge mit den entsprechenden Metriken sowie verbindliche Statements und Roadmaps zur Produktstrategie in der Cloud und On-Premises. Zudem bedarf es im Hinblick auf die hybriden Landschaften klarer Modelle für die Integration und den Betrieb. Dazu gehören auch Zusammenarbeitsmodelle zwischen den CCoEs und den Hyperscalern.

Jens-Hungershausen-DSAG„Durch neue SAP-Lösungen und Hybrid-Ansätze darf kein Prozess-Vakuum entstehen. Hier ist es wichtig, dass SAP dazu beiträgt, dieses Vakuum zu verhindern“, so Jens Hungershausen. Potenzial sieht der Vorstandsvorsitzende schließlich auch noch in punkto Transformation:

„‘RISE with SAP‘ hat aus unserer Sicht noch viel Potenzial. Der Wunsch wäre, dass SAP den komplexen Transformationsprozess von Anfang an noch stärker und besser kundenindividuell begleitet. Dazu gehört auch, die Partner in der Breite schneller und besser einzubinden“.

 

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