Warum SAP-Supply-Chain-Planung nur gemeinsam mit dem Business gelingt
Wenn SAP-Projekte im Supply-Chain-Management als reine IT-Vorhaben behandelt werden, entstehen deutliche Reibungsverluste im Business. Wie sich das vermeiden lässt.
Veröffentlicht
26. August 2014
Lesezeit
3 Minuten
Redaktion
IT-OnlineMagazin
Eine Erkenntnis der Softwareentwicklung im SAP Umfeld ist, dass Benutzer die Anforderungen an eine Lösung umso genauer beschreiben können, je eher sie mit ersten Releases der Software arbeiten können. Dies mag einer der Gründe sein, wieso beim Softwarehersteller SAP agile Vorgehensmodelle und Praktiken, wie z.B. SCRUM und Kanban, seit Jahren sehr erfolgreich eingesetzt werden. Damir Majer gibt Tipps, wie man sich in fünf Schritten auf den Weg zum „Agilen ABAP Entwickler“ machen kann:
Es gibt unterschiedliche agile Vorgehensmodelle, wobei jedes der Modelle seine Stärken und Schwächen besitzt. Egal ob Sie etwa SCRUM als Vorgehensmodell präferieren oder sich doch lieber mit Kanban beschäftigen, wichtig ist, dass Sie mit den Praktiken und Prinzipien der agilen Methodik vertraut sind.
Seien Sie offen für neue Arbeitsweisen, es gibt einige zu entdecken: So zum Beispiel Test-Driven-Development, Continuos Delivery und Testing, Domain-Driven-Design, Refactoring, Team-Verantwortlichkeit oder Pair-Programming, die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Beispiel Pair-Programming: Zwei Entwickler teilen sich Bildschirm und Tastatur, um an einem Thema arbeiten – so lassen sich Fehler reduzieren.
Ihre Motivation zur Annahme neuer Methoden muss bei Ihnen selbst anfangen. Ihre Einstellung zu den agilen Themen ist ausschlaggebend. Permanentes Lernen ist wichtig. Wenn Sie aber an einem Problem zu scheitern scheinen, versuchen Sie es doch mal Gautama Buddhas Einstellung dazu: „Wenn Du ein Problem hast, versuche es zu lösen. Kannst Du es nicht lösen, dann mache kein Problem daraus.“ Neues braucht Zeit, es dauert bis Sie es verinnerlichen und mit einem Mehrwert einsetzen können. Seien Sie also fair zu sich selbst und Ihrer Arbeit mit agilen Methoden.
Im agilen Umfeld treten die Beteiligten mehr in den Fokus. Dies bedeutet für Sie Face-to-Face-Kommunikation statt Mailing-Ping-Pong. Austausch mit anderen agilen Entwicklern über gemachte Erfahrungen, gelöste Probleme und dergleichen hilft Ihnen und den Anderen. Gleichzeitig ist direkte Kommunikation mit dem Auftraggeber wichtig, damit Sie zielgerichtet arbeiten können und Missverständnisse vorbeugen.
Arbeiten Sie stetig an Ihren ABAP Skills, die Flut an Tools, Technologien und geforderten Skills in unserer Branche zwingt uns am Ball zu bleiben. Begriffe wie ATC, ABAP Unit, eCATT, SAP HANA, SAP TAO, Design Pattern oder CDS sollten für Sie mehr sein als nur drei Buchstaben, die etwas abkürzen. Der richtige Anspruch an Sie selbst führt unweigerlich dazu, dass Sie auf dem neuesten Stand der Technik entwickeln.
Warten Sie nicht auf den Moment, an dem Sie alles bereits kennen und beherrschen, „Agile“ heißt auch, dass Sie pragmatisch sind und sofort loslegen. Starten Sie einfach. Haben Sie Ihr Ziel vor Augen und fokussieren Sie sich auf das Relevante!
„In fünf Schritten zum agilen SAP ABAP Entwickler“ stammt von Damir Majer. Er ist Autor des Buches „Unit Tests mit ABAP Unit“ und Geschäftsführer der Firma Majcon in München, die Beratung, Coaching und Seminare im IT-Bereich anbietet. Er studierte Informatik an der Ludwig-Maximilian-Universität in München. Seit 1998 ist Damir Majer im SAP-R/3-Umfeld tätig. Seine Schwerpunkte liegen im Bereich Software-Engineering, Software-Test und agilen Entwicklungsmethoden, wie TDD. Wenn Herr Majer nicht im Kundeneinsatz ist oder Seminare hält, dann spricht er auf Konferenzen und publiziert Bücher.
Kontaktdaten:
Damir Majer
Tel. +4915122630814 oder d.majer [at] majcon.de
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