SAP Industry Cloud: Executive Summary | Juni 2021

SAP-Industry-Cloud„Welche Relevanz hat die ´SAP Industry Cloud´ für die SAP-Community?“ Diese Frage stellten wir Vertretern von SAP-Anwenderunternehmen, der SAP und von SAP-Partnern. In einem Livestream am 15. Juni werden wir eine vertiefende Podiumsdiskussion zur SAP Industry Cloud führen. Eins ist klar: Das Kästchen-Denken (wie im Titelbild) gehört bei modernen Branchenlösungen der Vergangenheit an.

Im IT-Onlinemagazin „SAP-Community Executive Summary“ (hier abonnieren) fassen wir zudem etwa einmal im Monat kompakt Ereignisse, Aufreger und Trends der SAP-Community zusammen.

 

Was tut sich bei SAP?

Der Auftakt der virtuellen SAP-Kundenveranstaltung SAPPHIRE NOW 2021 zeugte von Kontinuität und dem konsequenten Ausbau der Cloud-Angebote der SAP. Eine modulare Cloud-ERP will man anbieten. Und mit „RISE with SAP“ meint es SAP sehr ernst und will die Cloud-Adoption damit erhöhen. Hasso Plattner nannte das „Onboarding der On-Premises SAP-Kunden in der Cloud“ neben der breiten Nutzung von „Business Process Intelligence“ als zwei wichtige Punkte für die Zukunft der SAP und ihrer Kunden.

Die SAP Industry Cloud startet mit fünf industriespezifischen, cloudbasierten Lösungen für Handel, Konsumgüter, Automotive, Energieversorger sowie für Maschinenbau / Komponentenfertigung. Gemeinsam mit SAP-Partnern sollen sie als „as-a-Service“-Angebote in den Markt getragen werden.

Die Signavio-Integration muss schnell erfolgen, wenn man Business Process Transformation-as-a-Service anbieten will. SAP betont auffallend oft, dass die Cloud-Infrastruktur nach Wahl genutzt werden kann, unter „RISE with SAP“ Motorhaube steckt derzeit aber Kombination aus hauseigener Infrastruktur und der Microsoft Azure Plattform.

 

Was tut sich bei SAP-Kunden?

Spoiler-Alarm: Erschreckend bleibt eine Erkenntnis unserer (noch nicht veröffentlichten) SAP-Security Umfrage 2021: Weiterhin lässt rund jedes sechste Unternehmen die SAP-Sicherheit beim S/4HANA-Umstieg unberücksichtigt. Wer mehr über die vielen weiteren Umfrageergebnisse wissen möchte, ist herzlich zur Live-Präsentation am 22. Juni eingeladen: Hier anmelden …

Eine Proofpoint-Studie sei in diesem Zusammenhang erwähnt. Weltweit wurden 1.400 CISO befragt. 79 Prozent der CISO in Deutschland erwarten demnach in den nächsten 12 Monaten von einem wesentlichen Cyberangriff betroffen zu sein. Die Einschläge kommen näher, jüngst waren Kliniken, Öl-Pipelines und eine Wasserversorgung betroffen. Ob das auch vorbereitende Maßnahmen zur Folge hat?

Im Mai hat das Bundeskriminalamt das aktuelle „Bundeslagebild Cybercrime“ veröffentlicht. Demnach sind die Täter global vernetzt, agieren zunehmend professioneller und die Undergroud Economy stellt eine profitorientierte, kriminelle Parallelwirtschaft dar. Ransomware bleibt weiterhin die Bedrohung für öffentliche Einrichtungen und Wirtschaftsunternehmen.

 

Was tut sich bei SAP-Partnern?

Die SAP-Initiativen „RISE with SAP“ und „Business Process Transformation-as-a-Service“ führen zu Verunsicherung in der Partner-Landschaft, weil SAP plötzlich als Wettbewerber zu Partnerangeboten auftritt. Wer als Partner selbst IaaS-Services mit oder ohne Hyperscalern, On-Premises-Hardware oder Process Mining Consulting anbietet, findet sich plötzlich in Preiskämpfen oder Wettbewerbssituationen wieder. Hinter vorgehaltener Hand wird lautstark Kritik formuliert.

 

Langfristige Entwicklung von Unternehmen in der SAP-Community

Wir wollen langfristig die Entwicklung börsennotierter Unternehmen verfolgen, die ihr Geschäft vorrangig mit SAP bestreiten. Deshalb haben wir am 01.06.2020 – rein virtuell – je 100 Euro in folgende Aktien investiert und verfolgen langfristig deren weitere Entwicklung. Das wäre bis jetzt aus den 100 Euro geworden:

REALTECH AG 167,90 Euro
ALL FOR ONE STEEB AG 155,41 Euro
Q.BEYOND AG 145,38 Euro
SNP Schneider-Neureither & Partner SE 133,52 Euro
SAP SE 99,27 Euro
KPS AG 85,95 Euro

(Stand 05.06.2021 17:00 Uhr)

Dieser Beitrag stellt keinerlei Empfehlung zum Kauf oder Verkauf dieser Aktien dar. Für die Richtigkeit der Daten wird keine Haftung übernommen. Fehlt eine wichtige Aktie? Bitte senden Sie uns eine Nachricht.

 

Wie wird die „SAP Industry Cloud“ bewertet?

Branchenlösungen waren ein sehr wichtiger Baustein für die SAP-Erfolgsgeschichte in den letzten 40 Jahren. Mit der Industry Cloud will SAP dieses Erfolgsmodell in das Cloud-Zeitalter transferieren. Gemeinsam Partnern sollen Branchen-Cloudlösungen, also Best Practices für die jeweilige Branche des Kunden, angeboten werden.

Wie bewerten Sie das Angebot? Welchen Nutzen sehen Sie? Welche Relevanz hat die Industry Cloud für das SAP-Ökosystem? Was fehlt gegebenenfalls? Wir fragten SAP-Kunden, SAP, SAP-Partner und andere Branchen-Insider nach ihrer Meinung:

 

SAP Industry Cloud: Next Practices

Kai Finck (SVP & Head of Industry Cloud Program | SAP):

Jede Krise dient als Beschleuniger für Veränderungen. Und in der Krise, die wir gerade meistern, sehen wir, dass es intelligente Unternehmen sind, die ihre Abläufe optimieren, um ein profitables Geschäft zu führen und gleichzeitig disruptiv zu wirken, indem sie ihre traditionellen Geschäfts­modelle so umgestalten, dass sie die Basis für eine erfolgreiche Zukunft bilden.

Um diesen Wandel voranzutreiben, hat SAP seine Strategie weiterentwickelt: Mit der Industry Cloud von SAP bringen wir Next Practices in die kritischsten Bereiche eines Unternehmens. Industry Cloud Solutions erweitern dabei die SAP Intelligent Suite und das SAP Business Network. Als Cloud-native Geschäftsanwendungen optimieren, erweitern und transformieren sie die Kerngeschäftsprozesse eines Unternehmens. So können unsere Kunden ihre Transformation fördern und agil die neuesten Innovationen von SAP und seinen Partnern konsumieren.

Baustein für SAP als Cloud-Company

Thomas Henzler (CIO | Piller Blowers & Compressors):

Die SAP Industry Cloud ist für mich, zusammen mit der Business Technology Platform und dem SAP App Store, ein weiterer Baustein der SAP-Strategie zur Entwicklung einer durchgängigen Cloud-Company, um Kunden in einer standardisierten technischen Welt die Möglichkeiten zur Individualisierung zu geben und den branchenspezifischen Herausforderungen entgegenzutreten. Welchen Erfolg die SAP Industry Cloud am Ende haben wird, hängt für mich vom Erfolg von S/4HANA Cloud und dem Mitwirken des Ökosystems, wie z.B. den Partnern, ab.

Schon heute kennen wir alle die unzähligen Partner- oder auch Branchen-, bzw. Consulting-Lösungen, welche allgemeine Verbesserungen des SAP-Standards mit sich bringen oder auch die Erweiterungen für bestimmte Industrien. Hinzu kommen die SAP eigenen Branchenlösungen. Mit dem „move“ in die Cloud erfolgt gerade in einer Public-Cloud-Variante ein Angleichen an die technischen Bedingungen der SAP. Dies bedeutet zwangsläufig, dass wahrscheinlich klassische Lösungen aus dem On-Premises-Umfeld von Partnern nicht mehr lauffähig sind und „Cloud Ready“ gemacht werden müssen, um am Ende einen Platz im SAP App Store zu finden — oder im „Edel App Store“ der Industry Cloud, in welcher nur die eine beste Lösung für einen Use Case bereitgestellt wird.

Für mich als Kunde bedeutet dies: Ich kann mich darauf verlassen, dass (ähnlich der Apps eines großen Technik-Konzerns) sie von der SAP geprüft wurden und auch den aktuellen Standards entsprechen. Für die Partner bedeutet dies allerdings einen Handlungsdruck, die teilweise über lange Jahre entwickelten Lösungen zu erneuern oder gar komplett neu zu entwickeln. Das ist aus meiner Sicht auch nicht unbedingt schlecht, da einige Lösungen aus ECC-Zeiten nicht mehr unbedingt zeitgemäß sind, sich mit neuen Funktionen des S/4HANA schneiden und so den Mehrwert von S/4HANA Hana „schwächen“.

Ein weiterer Vorteil, den ich für uns als Kunden sehe, ist die notwendige Öffnung des S/4HANA mittels APIs. Somit bestehen auch zusätzlich mehr Möglichkeiten 3rd-Party-Anwendungen anzubinden, zum Beispiel von bekannten Hyperscalern.

Zu klären sind für mich u.a. die folgenden Fragen:

  • Wer schließt mit wem einen Vertrag für die Nutzung?
  • Wer übernimmt den First Level Support?
  • Wie ist der Umgang mit Updates? Wenn jede Lösung X-Updatezyklen hat, muss ich eine Vielzahl von Test meiner Ende-zu-Ende Prozesse vornehmen, was schnell zu erheblichen Aufwänden führen kann.
  • Wie verhält es sich mit indirekter Nutzung oder auch digital Access sowie den Integrationskosten mittels Cloud Plattform Integration?
  • Wie kann ich sicherstellen, dass meine Lösung nicht morgen wieder abgekündigt wird?

Kopplung mit Externen bietet Potenziale

Holger Wüsthoff (Global Head of IT | Lohmann):

Vorweg meine eindeutige persönliche Einschätzung: Die Einführung einer solchen Plattform macht allen Sinn der Welt und ist längst überfällig. Auch bin ich überzeugt, dass wir als produzierendes Unternehmen an den in Aussicht gestellten Optionen großen Nutzen erzielen können.

Wichtig sind hier die vielen, branchen- oder landesspezifischen funktionalen Ergänzungen, als Erweiterung der von SAP ausgelieferten Lösungen. Dabei wäre ein Fokus auf die Verbindung zu bestehenden Eco-Systemen von besonderer Bedeutung. Schließlich ist die Optimierung der internen Abläufe oftmals schon gut vorangeschritten, aber die Vernetzung mit anderen Business Partnern zum einen noch im Aufbau und zum anderen funktional nicht gut unterstützt.

Also alles bestens? Nicht ganz. Es bleibt die Unsicherheit, ob dieser Wurf erfolgreich sein wird, da seitens der SAP schon viele ähnliche Initiativen gestartet wurden, aber noch keine nachhaltige Plattform verfügbar wurde. Vielleicht wird dies durch die besseren Möglichkeiten, mit S/4HANA den SAP-Standard zu nutzen, maßgeblich gestützt.

SAP Industry Cloud Architektur überzeugt

Dr. Michael Fuchs (CEO | dr. Fuchs Senior Advisors/ dr. Fuchs Personalberatung):

Michael Fuchs

Um es gleich auf den Punkt zu bringen: Innovative Industrie-Lösungen sind für Kunden essenziell und in Zeiten des digitalen Umbruchs ein Muss. Entscheidend für eine evolutionäre Umsetzung sind dabei die technische Architektur und eine schnelle Entwicklung am Branchen-Puls. Und genau hierin liegt der Unterschied der Industry-Cloud zu den klassischen SAP Industry-Solutions der Historie.

Die Idee, die maximal mögliche gemeinsame „Funktionalität“ unterschiedlicher Branchen in einer Prozess-Suite als Core-Applikation zentral und damit stabil abzubilden, und ergänzend branchen­spezifische Prozesse als Add-ons anzubieten, ist nicht neu, aber als Architektur-Konzept überzeugend.

In der Historie wurden die Industry-Solutions der SAP als „eigenständige“ Produkte von der SAP sehr umfassend entwickelt. Dies führte zu langen Entwicklungszyklen und vielen für die Kunden unschönen technischen Herausforderungen, wie zum Beispiel notwendige Upgrades zur Integration in die SAP-Systemwelt. Zudem blieb man als Kunde nach Go-live in der Branchenlösung „gefangen“. Selektives Nutzen von Lösungen anderer Branchen war faktisch nicht möglich – die Notwendigkeit dazu ist heutzutage aber Teil der Transformation der Branchen! Der Markterfolg blieb daher auch überschaubar.

Bei der Entwicklung der Industry-Cloud bricht die SAP endlich mit dieser Vorgehensweise. Basierend auf Technologie und Regeln der SAP kann Jeder Lösungen für „seine“ Industrie entwickeln; große Beratungshäuser ebenso wie kleine Start-ups. Das Konzept ermöglicht dadurch eine enorme Entwicklungsgeschwindigkeit und vor allem auch fachliche Breite, bis hinein in beliebige Branchen-Nischen. Zudem können die entwickelten Lösungen als kleine modulare Bausteine auch branchenübergreifend genutzt werden — SAP sorgt für die logische Integration mit dem Core.

Die SAP Industry Cloud birgt also nicht nur Chancen für die SAP selbst, wie beispielsweise die Nutzung des Experten-Wissens des SAP-Ökosystems, Manifestierung ihrer BTP (Business Technologie Platform) als Entwicklungsplattform oder einen weiteren Push ins Cloud-Geschäft, sondern auch für Kunden und SAP-Partner. Für die Kunden entsteht ein evolutionärer Marktplatz mit Branchen-Lösungen, dessen permanente Weiterentwicklung logisch mit dem SAP-System integriert bleibt. Und für SAP-Partner ergibt sich die Chance zu einem erweiterten Marktzugang.

Insgesamt also ein cleveres Konzept mit viel Potenzial für gemeinsames Wachstum. Bleibt einzig zu hoffen, dass alle Teilnehmer am gleichen Strang ziehen und ihre Chancen partnerschaftlich nutzen!

Industry Cloud für adaptive Geschäftsmodelle

Otto Schell (CEO / Founder | Institute für Global Digital Creativity and Relevance):

Der ursprüngliche Begriff „Industry Solution (IS) -Add On“ spiegelt den Nutzen der damaligen Pakete wider. Man nehme SAP-Standardfunktionalität und je nach Branche entsprechende Pakete, die — einfach zu integrieren — angeboten werden. Einige der Pakete waren über Jahre relativ stabil und eingesetzt, wie zum Beispiel Health-Care und Media. Erste Spannungen kamen auf, als SAP gerade diese beiden IS-Lösungen an 3rd-Parties gegeben hat, weil die Kunden damit zum einen den direkten Zugriff auf SAP und zum anderen Beständigkeit in der Weiterentwicklung gefährdet sahen.

Das Konzept (für Branchen spezielle Lösungen anzubieten) ist von daher nicht neu. Was anders ist, ist die Art und Weise des Abrufes. Waren Industrie-Lösungen gefühlt eigene, da On-Premises laufende Anwendungen und auch Teil der klassischen „Releasewechsel“, sind „Industry Cloud“ Solutions über ein (hybride) Cloud-Architektur zwischen Kunde und SAP abrufbar — und es ist beabsichtigt auch vermehrt Partner in den Lösungsraum einzubeziehen.

Das heißt: Man muss sich — nicht nur wegen der „Industry Cloud“ — vermehrt mit der Business- / IT-Architektur im SAP- und Non-SAP Umfeld auseinandersetzen, um mit den neuen Services umzugehen, sondern auch um adaptiv gegenüber eigenen Geschäftsmodellen zu sein. Hierzu gehört dann auch, sich der Frage zu stellen, inwieweit andere als „Industry Cloud“ Lösungen interessant sein können.

SAP Industry Cloud ermöglicht S/4-Umstieg

Meik Brand (Business Development & Strategic Alliances | q.beyond AG):

Meik_Brand

Die Industry Cloud Initiative der SAP kam letztes Jahr nicht überraschend. Die eigenen ambitionierten Ziele bei der Umstellung der ECC 6.0 Kunden auf S/4HANA waren hoch und konnten nicht in vollem Umfang gehalten werden. Wir alle kennen den DSAG-Investitionsreport, der jährlich aufgelegt wird. Die Zahlen signalisieren, dass die Kunden eine zögerliche Haltung bei der Umstellung einnehmen, was nur zum Teil auf die Pandemie-Lage und die damit einhergehende Umpriorisierung der Projekte in den Unternehmen zu erklären ist. Die Gründe sind vielfältig.

In meinen Kundengesprächen hatte ich einige Situationen, wo Kunden aus bestimmten Branchen nicht umstellen konnten oder können, da benötige Funktionen in S/4HANA im Core oder als Cloud-Service noch nicht bereitstehen. Dieses Dilemma kann nun über die Industry Cloud gelöst werden. Funktionen, die SAP nicht oder nur mit Verzug bereitstellen kann, liefern SAP-Partner als Teil der Industry Cloud. Dieser Ansatz hat einige Vorteile:

SAP nutzt hierbei die Partnerlandschaft für die Skalierung und kann somit schneller benötigte Erweiterungen für die Branchen bereitstellen. Meine Hoffnung ist, dass zudem nicht mehrfach die gleiche Lösung zu einem Problem individuell von Partnern entwickelt wird, sondern sich bestimmte Lösungen als „gesetzt“ für den Markt herausbilden. Der Kunde profitiert durch eine höhere Stabilität und eine verlässliche Weiterentwicklung und Pflege der Lösungen als Teil der Industry Cloud.

SAP Industry Cloud: Erfolgskriterien entscheiden

Meine Meinung:

Helge Sanden IT-OnlinemagazinDie Kombination eines modularen Cloud-native-ERP mit industriespezifischen Ergänzungen ist Grundlage, um zukünftig überhaupt noch verändernde Kundenanforderungen schnell erfüllen zu können. SAP bietet daher mit der SAP Industry Cloud aus meiner Sicht eine wichtige Grundvoraussetzung an, aber hat keinesfalls eine Business-Revolution erfunden.

Es klingt attraktiv, wenn man als Kunde beliebige Innovationen und Services von SAP oder Partnern modular einbinden kann. Vorteil gegenüber früheren „gekapselten“ Branchenlösungen: Man kann interessante Services aus beliebigen Branchenlösungen oder branchenübergreifenden Lösungen auswählen und miteinander kombinieren. On-Premises-Lösungen lassen sich für neue Geschäftsprozesse mittels Cloud-Services erweitern.

Ob Kunden und Partner die SAP Industry Cloud als attraktiv und relevant bewerten, wird auf die Ausgestaltung ankommen. Ich weiß noch zu wenig über die Kosten und Zugangsvoraussetzungen für Partner-Services, um in die „Industry Cloud“ aufgenommen zu werden. Wenn es erfolgreich werden soll, muss es meiner Meinung nach deutlich über das Erscheinen auf einer „Preisliste“ hinausgehen.

Zusätzlich sind mindestens die prozessuale out-of-the-box E2E-Integration, ein einfach kalkulierbarer und sofort verbindlich buchbarer E2E-Nutzungspreis (samt ggf. zusätzlich vorausgesetzter Services) und ein Investitionsschutz (Service, Support, Wartungsdauer etc.) notwendig. Aber nur dann, wenn es für alle drei Beteiligten (SAP-Kunde, App-Anbieter und SAP) auch wirtschaftlich transparent und attraktiv ist, wird die vielversprechende SAP Industry Cloud ein Erfolg. SAP ist nicht (mehr) alleine am Markt.

Bleiben wir optimistisch!

Ihr Helge Sanden (Herausgeber IT-Onlinemagazin)

SAP Industry Cloud: Pro und Contra

Wir wollen erörtern, welche Relevanz die SAP Industry Cloud für die SAP-Community hat?! Zur Live-Podiumsdiskussion haben Otto Schell (SAP-Kunde), Holger Wüsthoff (CIO), Thomas Henzler (CIO), Michael Fuchs (SAP-Experte), Meik Brand (SAP-Partner) und Kai Finck (SVP & Head of Industry Cloud Program bei SAP) zugesagt. Sie diskutieren mit Helge Sanden (IT-Onlinemagazin).

Ihre Fragen können Sie über die Kommentarfunktion live in die Sendung geben. Am besten setzen Sie sich gleich einen Terminmerker:

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