SAP S/4HANA-, Cloud- und Daten-Transformationen: Erfahrungen und Strategien

SNP Transformation World 2023 TW23Bereits zum neunten Mal lädt SNP die SAP-Community zur Transformation World nach Heidelberg ein. Vom 14. – 15.06. werden im SNP dome wieder innovative Konzepte und Ideen rund um die digitale Transformation vorgestellt. Unter anderem sprechen BMW, Coop, Diageo, E.ON, EagleBurgmann Japan, Roehm, Siemens, SPAR Österreich, TCS und Warsteiner zu SAP S/4HANA-Transformationen, SAP HANA Cloud und den Betrieb von SAP in der Cloud. Ebenso teilen Accenture, PwC und SAP ihr Expertenwissen. Es werden mehr als 1.000 Teilnehmende erwartet.

Der Wechsel nach SAP S/4HANA wird erneut einer der Themenschwerpunkte sein, stehen doch noch gut zwei Drittel der SAP-Anwenderunternehmen vor dem Umstieg auf S/4HANA und fragen sich, wie die Einführung der neuen ERP-Echtzeit-Suite schnell, sicher und kostenoptimiert realisiert werden kann. Welches sind die wichtigsten Erfolgsfaktoren für S/4HANA-Projekte und die effiziente Bewältigung vorhandener Herausforderungen?

 

SAP S/4HANA-Transformationen erfolgreich planen

Der Erfolg eines Transformationsprojektes wie die Umstellung auf S/4HANA ist im Wesentlichen auf drei Faktoren zurückzuführen: Unternehmen brauchen eine gute Planung, sie sollten die Möglichkeiten der Standardisierung nutzen und das Großprojekt durch einen industrialisierten Migrationsansatz beschleunigen. Denn mit S/4HANA ebnen sich Unternehmen den Weg in die digitale Zukunft und legen damit die Basis für ein volldigitalisiertes Arbeitsumfeld. Versäumen sie es im Vorfeld, die strategischen Rahmenbedingungen zu analysieren und eine daraus abgeleitete Roadmap zu definieren, kann dies zu einer unnötigen Komplexität führen – in dessen Folge wesentliche Ziele verfehlt werden. Daher ist eine gute Vorplanung unerlässlich.

 

Software richtig und rechtzeitig einsetzen

Unternehmen sind dabei nicht auf sich alleine gestellt. Softwaregestützte Analysen unterstützen sie dabei, ein für die Unternehmenssituation passendes Transformationsszenario zu entwickeln und sorgen für mehr Planungsqualität. Darüber hinaus ist es ebenso wichtig, den Trend zur Standardisierung zu berücksichtigen, der seit R/3-Zeiten von hoher Bedeutung ist. Wer bei der Umstellung auf ein standardisiertes Vorgehen setzt, kann den Projektaufwand sowie Risiken erheblich senken. Durch vordefinierte Transformationsregeln, geführte Abläufe und automatisierte Tests lassen sich Zeit und Kosten minimieren. Daran lehnt sich auch der dritte Erfolgsfaktor an – die „Industrialisierung von S/4HANA-Einführungen”.

 

S/4HANA-Projekte industrialisieren mit Automation und Projektmonitoring

Unternehmen, die wettbewerbsfähig bleiben möchten, können sich heutzutage kaum noch extreme Langzeitprojekte leisten. Sie müssen ihre definierten Ziele zeitnah erreichen. Möglich wird dies durch die „Industrialisierung” von Transformationsprojekten und komplexen S/4HANA-Einführungen. Mithilfe automatisierter, szenarienbasierter Transformationssoftware sowie einem softwaregestützten Projektmonitoring über alle Projektphasen hinweg, kann dies erfolgreich realisiert werden. Hinter dieser Beschleunigung steckt neben dem zeitlichen Aspekt typischerweise auch eine Kosteneinsparung.

 

Flexibilität und Effizienz: Vorteil einer selektiven Methodik

Der wohl größte Vorteil einer „Industrialisierung“ ist die Flexibilität. Der Ansatz ermöglicht eine flexible Umstrukturierung von Stammdaten, Organisationsmodellen und Geschäftsprozessen. Dieses Vorgehen ermöglicht es Unternehmen, Investitionen aus der Vergangenheit zu sichern und gleichzeitig notwendige Innovationen einzuführen. Es bietet ihnen die Flexibilität, nur die historischen Daten auszuwählen, die in den künftigen Systemen benötigt werden. Übrige Daten werden im Archiv konserviert, wo sie weiterhin verfügbar bleiben. Daraus ergeben sich Synergie-Effekte: Der Zeitbedarf für die tatsächliche Umstellung ist typischerweise erheblich geringer als mit klassischen Projektansätzen. Einer der Gründe besteht darin, dass bestimmte Vorprojekte, wie die Vorab-Einführung von Business-Partnern, gekoppelt werden können. Diese Zeitersparnis schlägt sich wiederum in Kostenvorteilen nieder.

Kurz zusammengefasst können Unternehmen mit einer flexiblen und selektiven Methodik schneller, sicher und kostengünstiger auf SAP S/4HANA umsteigen und dennoch Bereinigungen, Harmonisierungen und Innovationen in einem Projekt unterbringen. Hinzu kommt: Je komplexer die Umstellungsprogramme sind, desto größer ist gemeinhin der genannte Nutzen.

 

Das sollten Unternehmen bei Transformationen beachten

Globale SAP-Systemlandschaften sind meist komplex und durch eine Heterogenität der ERP-Lösungen (SAP, Non-SAP) gekennzeichnet. Auch sind die vor- und nachgelagerten Systeme, die über Schnittstellen angebunden sind, selten homogen. Je nach Anzahl muss geklärt werden, ob die existierenden Systeme zu einzelnen S/4HANA-Umstellungen führen sollen, oder ob eine Projektbündelung erzielbar ist. Hierbei ist es wichtig zu wissen, dass eine Bündelung gemeinhin dann Synergie-Effekte zeigt, wenn Konzepte und Prozesse harmonisiert werden. Sollte dies nicht geschehen, wäre die Komplexität der individuellen SAP-Landschaften inhaltlich nur schwer zu bewältigen. Unternehmen würden wieder bei einer Vielzahl einzelner S/4HANA-Umstellungen enden – was sich wiederum negativ auf die Dauer auswirkt. In der Folge führt eine S/4HANA-Einführung in globalen SAP-Systemlandschaften zu einem größeren Umstellungsprogramm, das mindestens eine Systemkonsolidierung, mitunter auch die Ablösung von Non-SAP ERP durch SAP oder Prozess-Harmonisierungen beinhalten kann.

Eine weitere Herausforderung liegt darin, die Transformationsaufgabe in der idealen Reihenfolge zu planen. Kann ein Big Bang, also eine flächendeckende Einführung, umgesetzt werden oder ist ein wellenbasierter Ansatz (Wave-based-Approach) zielführender? Sind möglicherweise Zwischenlösungen erforderlich? Über diese und weitere strategische Themen können sich Entscheider auf der diesjährigen SNP Transformation World informieren, mit Expertinnen und Experten sprechen und die Erfahrungsberichte von Unternehmen hören, die diesen Schritt bereits gemacht und ihre Reise nach SAP S/4HANA hinter sich haben.

 

Weitere Informationen:

Transformation World 2023 „Explore New Horizons”

14.-15. Juni 2023 | SNP dome Heidelberg | #TW23
Zur Agenda und Anmeldung

Unter anderem mit:

Podiumsdiskussion – Empfehlungen und Best-Practices zu SAP S/4HANA-Transformation mit Sebastian Westphal (Global Head of ERP Operations and Transformation at SPS & Board Member at DSAG), Thomas Henzler (CIO at Piller & Board Member at DSAG), Simone Herth (Administrative Management Digital Business & Information Technology at Roehm) und Helge Sanden (IT-Onlinemagazin)

Fünf Strategien für erfolgreiche S/4HANA-Projekte dank modernem ALM mit DSAG-AK-Sprecher Johannes Hurst zur Wichtigkeit des SAP Application Lifecycle Managements in Transformationsprojekten und für komplexe, hybride IT-Landschaften. Weitere Experten: Andreas Prevot (Manager Consulting, SNP) und Helge Sanden (IT-Onlinemagazin)

 

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