Schnell und standardisiert nach SAP S/4HANA

Zu Beginn eines S/4HANA-Umstiegs ist es wichtig, die richtigen Fragen zu stellen oder sich die richtigen Fragen stellen zu lassen. Von der Planung über die eigentliche Transformation bis hin zu Go-Live, Hypercare und Betrieb ist Fachexpertise von SAP-Partnern gefragt.

Wir fragten Oliver Hafner (Head of Managed Services | Scheer), wie der Umstieg auf SAP S/4HANA schnell, sicher und kosteneffizient umgesetzt werden kann.

Bei der IT-Onlinekonferenz (16.-19.05.22) gibt er einen Erfahrungsbericht zur softwarebasierten Scheer S/4HANA Transformation Factory. Jetzt für seinen Beitrag anmelden …

 

Herr Hafner, welche größten Herausforderungen sehen Sie aktuell für CIO?

Oliver-HafnerOliver Hafner: Die größten Herausforderungen für CIOs bei der Planung und Umsetzung von SAP S/4HANA-Projekten bzw. -Transformationen liegt darin, das für das eigene Unternehmen geeignete Szenario zu identifizieren und anschließend effizient umzusetzen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten die neue SAP ERP Lösung SAP S/4HANA zu implementieren, aber es gibt meist nur ein bis zwei Varianten, die zum eigenen Unternehmen passen. Wichtig ist hier, gut planbare und für den Kunden nachvollziehbare Projektansätze zu empfehlen, die in Abhängigkeit zum Tagesgeschäft oder parallellaufenden Projekten des Kunden umsetzbar sind.

Unser Ziel ist es, Kunden ganzheitlich zu begleiten. Von der Planung, über die Durchführung, den einhergehenden Betrieb, bis hin zur Hypercare-Phase und dem anschließenden Betrieb und folgenden Optimierungsprojekten.

Wir liefern hier die nötigen Mehrwerte aus Beratung, Prozess- und Branchen Know-how, SAP-Expertise, sowie technologisches Know-how aus den Bereichen der SAP-Architektur, Technologie, Betrieb und Optimierungen.

 

Standardisierung im S/4HANA-Projekt

Was kann man bei der S/4HANA-Transformation standardisieren?

Im Rahmen von SAP S/4HANA Transformationen können verschiedene Aspekte standardisiert und automatisiert werden. Unter anderem bieten sich hier die technologischen Bestandteile der Transformation an, beispielsweise die Systemanalyse, das Ableiten eines System-Sizings und darauf aufbauend das Deployment der Zielsysteme.

Weitere Themenbereiche mit einem hohen Grad an Standardisierung und Automatisierung sind Custom Code Adaption, Berechtigungs-Adaption, Datenmigration, Datenbereinigung und Testing.

… und was lässt sich nicht standardisieren oder automatisieren?

Nur begrenzt standardisieren lassen sich fachliche Themen, wie die Einführung eines neuen Hauptbuches, einer neuen Anlagenbuchhaltung, die Umsetzung eines neuen Kontierungsmodelles, die fachliche Definition der Transformationsregelungen zur Datenmigration, sowie das frühzeitige Einbeziehen der Key- und End-User des Kunden zum Training im neuen SAP S/4HANA System. Erfahrene Berater liefern hier entscheidende fachliche bzw. prozessbezogene Leistungen zum Projekterfolg.

Was erfahren wir von Ihnen bei der ITOK22 im Mai?

Im Rahmen der ITOK erfahren Sie von uns, wie wir Kunden auf dem Weg nach SAP S/4HANA begleiten. Wir zeigen anhand von Use Cases, wie wir Kunden gezielt unterstützen und sie befähigen, ein Transformationsprojekt erfolgreich zu planen und umzusetzen.

Aus verschiedensten Transformationsprojekttypen (Brownfield, selektive Transformation / Bluefield, sowie Clean-Core, etc.) teilen wir Erfahrungen zu Do’s und Dont’s innerhalb der Projekte. In unserem Expert Talk möchten wir Interessierten somit wertvolle Tipps für den richtigen Weg nach SAP S/4HANA geben – und das direkt aus der Praxis. Jetzt für diesen Beitrag anmelden …

 

SAP Managed Service oder Hyperscaler?

Wann bevorzugen SAP-Kunden ihre Managed Services, wann entscheiden sie sich für einen Hyperscaler?

Kunden, die eine Gesamt-Cloud-Strategie haben, oder erarbeiten, sind auch im Bereich der SAP-Systeme und damit im Rahmen von SAP S/4HANA Transformationen ganz klar Kandidaten für ein Hyperscaler-Betriebsmodell.

Sollten Betriebsmodelle aus dem klassischen Rechenzentrum oder Hosting modernisiert und effizienter gestaltet werden, ist dies auch ein valider Punkt für ein Hyperscaler-Modell. Schnelle, temporärere Bereitstellung zusätzlicher Systeme, unterschiedliche Systemverfügbarkeiten, dynamische Vertragsmodelle, etc. können hier ebenfalls entscheidende Kriterien darstellen.

Kunden, die zu klassischen Managed Services bzw. Hosting-Modellen tendieren, unterliegen entweder strengen gesetzlichen, oder innerbetrieblichen Regularien, oder sie befinden sich gerade erst auf dem Weg zu einer gesamtheitlichen Cloud- bzw. Hyperscaler-Strategie.

Was wird in den nächsten zwölf Monaten das dominierende Thema in der SAP-Community?

Ganz klar die erfolgreiche Einführung bzw. Transformation hin zu SAP S/4HANA in Kombination mit weiteren verbundenen SAP oder Non-SAP Cloud-Produkten.

Die Integration dieser Produkte und Lösungen ist ein entscheidender Aspekt, um eine möglichst effiziente und günstig zu betreibende, aber dennoch zukunftsorientierte, Systemlandschaft (Architektur) einzuführen.

Vielen Dank für das Gespräch.

Die Fragen stellte Helge Sanden, Chefredakteur des IT-Onlinemagazins.

 

S/4HANA-Erfahrungsberichte bei der ITOK22

Sie können diesen und alle Beiträge der #ITOK22 live (16.– 19.05.22) oder als Aufzeichnung (sofern Sie sich für den jeweiligen Expert-Talk registriert haben) verfolgen und eigene Fragen an die Expertinnen und Experten stellen.

Beim achten Gipfeltreffen der SAP-Community geben SAP-Kunden vier Tage lang Erfahrungsberichte zu SAP S/4HANA- und Cloud-Transformationen, Business- und IT-Automatisierung und zu Veränderungen der IT-Organisation. Am 19. Mai dreht sich ein ganzer Tag um Cyber- und SAP-Sicherheit.

SAP-Kunden wie Atruvia, BayWa, DATEV, Deutsche Börse, Evonik, GTÜ Gesellschaft für technische Überwachung, Kaeser Kompressoren, Open Grid Europe, SPAR Österreich und andere berichten.

 

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