SAP Cloud Platform: So bewerten SAP-Kunden die Relevanz für das eigene Business

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Posted 8. Januar 2019 by Redaktion IT-Onlinemagazin in IT-Leiter

Die SAP Cloud Platform hat aktuell für 45 Prozent der SAP-Kunden Relevanz, 22 Prozent messen ihr keine große Bedeutung zu, der Rest ist noch unentschlossen oder evaluiert aktuell deren Möglichkeiten.

Das ist das Ergebnis einer SAP-Community Umfrage von RZ10.de und dem IT-Onlinemagazin, an der im Winter 2018/2019 über 160 Teilnehmer online ihre Stimme abgegeben haben.

SAP Cloud Platform Relevanz

 

SAP sagt: SAP Cloud Platform gehört in jede SAP-Landschaft

Die SAP Cloud Platform soll Kunden bei der Erweiterung, Individualisierung und Integration von Ende-zu-Ende Prozessen über SAP- und auch Non-SAP-Lösungen und deren semantischer Integration helfen.

Es gibt vergleichbare Angebote, wie Microsoft Azure, Amazon Web Services (AWS), Google Cloud Platform oder Alibaba Cloud Platform, mit denen sich SAP in diesem Wachstumsmarkt messen muss. SAP hätte am liebsten, dass die SAP Cloud Platform Bestandteil jeder SAP-Landschaft wird, um eine führende Rolle innerhalb der Businesslandschaften zu behalten.

 

Rund ein Drittel der SAP-Anwender kann Relevanz noch nicht bewerten

28 Prozent der Teilnehmer sehen das genauso und gaben an, die SAP Cloud Platform wäre die wichtigste Plattform im Unternehmen, für 17 Prozent ist sie eine von vielen Plattformen. In Summe sind das rund 45 Prozent.

Intensiv bemühen sollte sich SAP — wenn sie ihr Ziel erreichen will, in möglichst vielen SAP-Landschaften gesetzt zu sein — um die 19 Prozent, die die Platform aktuell evaluieren und die 14 Prozent, für die Relevanz aktuell noch unklar ist. In Summe ist das etwa ein Drittel der SAP-Anwenderunternehmen.

Für 22 Prozent der Befragten hat die SAP Cloud Platform keine große Bedeutung. Hier wird SAP vor der Aufgabe stehen, die Kunden positiv zu überraschen und durch Nutzen, Mehrwert und Einfachheit zu überzeugen.

 

Bewertung der Ergebnisse

Tobias Harmes„Wir sehen seit mehr als einem Jahr konkrete Bestrebungen der großen deutschen Unternehmen hinsichtlich SAP möglichst bald Cloud-Ready zu werden. Im Mittelstand gibt es zumindest durch die Einführung von SuccessFactors erste positive Erfahrungswerte mit Cloud Produkten der SAP. Die SAP hat versprochen Cloud zu liefern, und sie liefern. Ich denke, das kommt an. Der hohe Anteil Nutzung bzw. der Evaluation der SAP Cloud Plattform hat mich dennoch überrascht“, meint Tobias Harmes, Experte für SAP Basis & Security (rz10.de) und ergänzt:

„Der weitere Erfolg der SCP hängt aber meines Erachtens auch davon ab, ob sich die IT, insbesondere die Entwickler damit auskennen. Und dafür sind die Einstiegshürden (vor allem der Preis einer Demo-Landschaft in Kombination mit klassischen On-Premise-Lösungen) noch zu hoch. Das zeigt die Umfrage ebenfalls. Wenn hier angesetzt wird, dann steht auch den Unternehmen Personal zur Verfügung, dass die Transition zur Cloud mittragen kann. Und den Betrieb.“

 

Helge SandenHelge Sanden (IT-Onlinemagazin) meint: „Vorteile der SAP-Plattform gegenüber anderen Cloud Plattformen liegen vorrangig in der einfacheren SAP-Integration: SAP-Lösungen lassen sich untereinander und mit Non-SAP-Lösungen verbinden und erweitern – und das On-Premise und in der Cloud.

Aber auch die anderen Plattformen haben Vorteile, beispielsweise sind die Anzahl der angebotenen Services größer und deren Buchung ist oft einfacher. Auch die Nutzungskosten sind bei SAP nicht immer einfach zu beantworten. Hier sind andere Plattformen transparenter, beispielsweise kann ich eine Anzahl Servicetransaktionen zum festen Preis im Warenkorb-Selfservice kaufen, ohne mit dem Vertrieb zu verhandeln. Zusätzlichen Diskussionsbedarf gibt es im SAP-Kontext beispielsweise auch zur indirekten Nutzung. Das kann die Agilität behindern.

SAP-Kunden werden genau vergleichen, welche Plattform am besten zur eigenen Strategie, den konkreten Anforderungen und zur zukünftigen Landschaft passt. Der Wettlauf um die Kundengunst bei den Plattformen wird sich vermutlich in den nächsten zwei bis drei Jahren entschieden haben. Keine unwichtige Entscheidung, denn die Cloud Platform ist quasi das Betriebssystem für das Zusammenspiel der Business-Anwendungen und zur Einbindung von Daten und Partnern, die sich außerhalb des eigenen Unternehmens befinden.“

Einen positiven Schub dürfte die jüngste Entscheidung der SAP bringen: SAP-Partner bekommen für bis zu 12 Monate kostenlosen Zugang zur SAP Cloud Platform, beispielsweise um eigene Lösungen und Apps zu entwickeln (wir berichteten).

 

 

 

Wer Impulse für die Vorbereitung des eigenen S/4HANA-Umstiegs wünscht, ist herzlich zu unserer nächsten Onlinekonferenz „Ihr Weg nach SAP S/4HANA – wie machen es die anderen Unternehmen?“ eingeladen.

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