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Daten, KI, Analytics – Das unterschätzte Rückgrat der neuen SAP-Welt

Daten KI Analytics
Visual: Suebsiri, Getty Images

In SAP S/4HANA-Transformationen richten viele Verantwortliche den Blick zunächst auf Architektur, Cloud-Betriebsmodelle und Prozesse. Dadurch kann ein zentrales Element aus dem Blick geraten und oft zu spät in den Fokus rücken: die Datenstrategie. Dabei entscheidet gerade sie maßgeblich mit darüber, ob Unternehmen nach der Transformation tatsächlich schneller, transparenter und innovationsfähiger agieren – oder lediglich ein modernes ERP mit alten strukturellen Problemen betreiben.

 

Datenmigration: Strategischer Erfolgsfaktor

Die Migration von Daten gilt in vielen Projekten noch immer als technische Pflichtaufgabe. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass sie zu den wichtigsten Hebeln für Qualität, Projekttempo und spätere Nutzbarkeit zählt. Ungeprüfte Datenübernahmen, Dubletten oder historisch gewachsene Inkonsistenzen verlängern Projektlaufzeiten und belasten die neue S/4HANA-Plattform von Beginn an.

Genau hier gewinnt Künstliche Intelligenz an Bedeutung. Eine Erkenntnis, die Mirko Stridde durchweg bestätigen kann: „KI ist der Gamechanger in der Datenmigration – Automatisierung und Präzision senken Aufwand und maximieren die Datenqualität“, sagt der Global Head of SAP bei VESTA Technology und spricht dabei aus eigener Erfahrung. Denn im Rahmen der SAP-S/4HANA-Transformation bei Vesta-Tochter AMC setzten die Projektbeteiligten KI-gestützte Werkzeuge gezielt ein, um Daten zu harmonisieren, Dubletten zu identifizieren und Migrationsvorlagen automatisiert zu befüllen.

Gleichzeitig bleibt die strategische Vorarbeit unverzichtbar. „Erfolgreiche Datenmigrationen brauchen klare Strukturen, ein starkes Toolset und das richtige Projektmanagement“, ergänzt Sascha Göpfert vom Implementierungspartner valantic. Denn KI beschleunigt die Datenmigration zwar, ersetzt aber nicht die grundlegenden Entscheidungen darüber, welche Daten künftig geschäftsrelevant sind.

 

Analytics neu denken statt Altes replizieren

Auch in Sachen Analytics gibt es im Rahmen der Cloud-Transformation durchaus Luft nach oben: Viele Unternehmen übertragen bestehende BW-Reports nahezu unverändert in die neue Welt – und verschenken damit viel Potenzial. Moderne Analytics-Architekturen zielen nicht mehr auf reine Rückschau, sondern auf Entscheidungsunterstützung in nahezu Echtzeit.

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Wie dieser Perspektivwechsel gelingen kann, zeigt Mann+Hummel mit der strategischen Migration auf die SAP Business Data Cloud. „Die Migration des SAP BW zur SAP Business Data Cloud auf AWS ist unser strategischer Schritt. So realisieren wir den Clean Core und die datenbasierte Grundlage für zukünftige Innovationen zu schaffen“, erklärt Benjamin Calvo Cabet, Director SAP Platform Operation & SAP Security bei dem Hersteller von Filter- und Ansaugsystemen. Um Risiken zu minimieren und gleichzeitig neue analytische Möglichkeiten zu eröffnen, gestaltet der globale Filterhersteller gemeinsam mit seinem Implementierungspartner PCG den Übergang bewusst im eigenen Tempo.

 

Archivierung wird zum Architekturthema

Zugleich verändert sich mit dem Wechsel in die Cloud auch der Blick auf die Datenarchivierung grundlegend. Aktuell werden vielerorts bestehende SAP-ECC-Systeme weiterbetrieben – und zwar nur, um den Zugriff auf historische Daten sicherzustellen. Parallel treibt das rasant wachsende Datenvolumen in SAP S/4HANA Kosten sowie Backup-Aufwand hoch und bremst zugleich die Performance. „Der Weiterbetrieb historischer SAP-Systeme verursacht dauerhaft Kosten, Wartungsaufwand und betriebliche Risiken“, warnt Michael Korger, Strategic Account Executive bei Serrala. Eine strukturierte Stilllegung mit revisionssicherem Datenzugriff könne dagegen IT und Fachbereiche nachhaltig entlasten.

Damit wird die Archivierung wird zu einem weiteren integralen Bestandteil der Informations- und Cloud-Architektur. KI-gestützte Analysen können zudem helfen, Daten-Hotspots zu identifizieren und Archivierungslogiken gezielt abzuleiten – modul- und mandantenspezifisch.

 

Die eigentliche Lehre aus der Transformation

Die Erfahrungen von SAP-Anwenderunternehmen und -Experten zeigen deutlich, dass Daten, KI und Analytics kein „nice to have“ Add-on der SAP-Transformation sind, sondern vielmehr ihr Fundament bilden. Denn erst wenn Datenstrategie, Migration, Analytics und Archivierung gemeinsam gedacht werden, entsteht eine SAP-Landschaft, die nicht nur technisch modern ist, sondern auch geschäftlich wirkt. „Die eigentliche Transformation beginnt dort, wo Unternehmen aufhören, Daten als Nebenprodukt zu behandeln – und anfangen, sie als strategischen Produktionsfaktor zu steuern“, resümiert IT-OnlineMagazin-Chefredakteurin Maike Rose.

Datentransformation auf der 23. IT-OnlineKonferenz

IT-OnlineKonferenz 2026: Aufbruch in die neue SAP-WeltBeim 23. Gipfeltreffen der SAP-Community steht vom 26. bis 29. Januar 2026 unter anderem auch das Thema Datentransformation auf der Agenda – beispielsweise in folgenden Talks:

  • Datenarchivierung mit dem Umstieg in die SAP-Cloud neu denken Jetzt anmelden
  • Wie Mann+Hummel Datensilos durch strategische BW-Migration überwindet Jetzt anmelden
  • AMC: KI als Beschleuniger für die Datenmigration Jetzt anmelden

Das Gesamtprogramm der IT-OnlineKonferenz finden Sie hier.

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